Albrecht Müllers Meinungsmache
Gestern Abend stellte der Erfolgsautor von den “Die Reformlüge” und Mitbegründer der Nachdenkseiten Albrecht Müller auf Einladung von Ver.di, IG Metall und VHS Gelsenkirchen sein neues Buch “Meinungsmache” vor.
Regelrecht im Überflug führte er in das Thema des Buches ein. Anhand von zahlreichen Zeitungsartikeln, Diagrammen und Statistiken untermauert er seine These, dass eine untereinander gut vernetzte Gruppe von Interessensträgern und Lobbyisten gezielt die öffentliche Meinung steuern, um den Sozialstaat zu demontieren und Profite zu Lasten der Arbeitnehmer, Steuerzahler und Transferempfängern wie Arbeitslosen und Rentnern zu erzeugen und zu sichern. Auf die meisten Medien kann man sich nicht mehr verlassen, um sich statt dessen über die Tatsachen zu informieren, und die statt dessen Vieles von dieser gesteuerten öffentlichen Meinung verbreiten, so z. B. Der Spiegel und die Zeit. So bleibt nur der mühsame Weg, Informationen so oft es geht zu vergleichen und die wenigen seriöseren Medien zu lesen. Mit “Bauchschmerzen” nennt Müller u. a. die Frankfurter Rundschau und den Freitag.
Sehr treffend fasste Albrecht Müller seinen Vortrag mit Goethes Erkenntnis zusammen: “Mit dem Wissen wächst der Zweifel.”
Wer mehr Einzelheiten wissen will oder auch an Müllers These zweifelt – was einige Zuhörer im Saal durchaus taten -, sollte einfach das Buch lesen. ‘ lohnt sich sicher!

Wolfgang Kueppers ist Kreiskassierer des Kreisverbandes Bündnis 90 / Die Grünen. Seine politisches Interesse gilt besonders der Ökologie, daneben auch der Arbeits- und Sozialpolitik sowie kommunalen Finanzen. Er ist 41 Jahre alt und arbeit als Sachbearbeiter beim Landesbetrieb Straßenbau NRW in Bochum.
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Würde durch Kraft
Fröhlich fegen meine Kollegen und ich die Straße vor der SPD-Parteizentrale mit extra kleinen Besen, damit wir auch morgen noch Arbeit haben. Aus dem Fenster schaut Hannelore Kraft und winkt uns munter zu. Wir heben unsere Minibesen zum Gruß und bedanken uns ganz herzlich für die erwiesene Menschenwürde unseres ansonsten sinnlosen Daseins.
- So schön kann SPD sein!
(abgedruckt in der taz vom 11. 3. 10)