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Unnötige Koalitionsdebatten
Momentan wird sich bei den GRÜNEN wieder etwas gestritten – Schwarz-grün ausschließen oder nicht. Sind wir zu nahe an der SPD? Zumindest wird versucht den Eindruck zu erwecken, die Partei sei extrem zerstritten. Claudia Roth hat dazu eine Erklärung abgegeben, die meine Ansichten auch gut wiedergibt und darum hier einfach kopiert eingefügt wird
(Markierungen von mir)
Schreibe einen Kommentar“Wir tun gut daran, uns darauf zu konzentrieren, was von uns Grünen erwartet wird: nämlich die desaströse schwarz-gelbe Bundesregierung schnellstmöglich zu beenden, anstatt uns in virtuellen Schwarz-Grün-Fantastereien zu verlieren. Für 2013 ist der sozial-ökologische Umbau unser Ziel. Dabei geht es natürlich nicht nur um einen Regierungswechsel, sondern um einen echten grünen Politikwechsel, der mit der Union unmöglich ist.
Uns leitet das Prinzip Inhalte vor Macht. Das heißt gerade in diesen Zeiten, eine Union, die mit dazu beiträgt, Europa an die Wand zu fahren, in der Einwanderungspolitik die Schotten dicht zu machen und soziale Gerechtigkeit zu verspielen, nach der nächsten Wahl abzulösen.
Grüne Eigenständigkeit ist gerade nicht inhaltliche Beliebigkeit, gerade nicht Äquidistanz. Grüne Eigenständigkeit beschreibt nicht zuletzt ein Verhältnis zur SPD auf Augenhöhe. Und grüne Eigenständigkeit beinhaltet explizit auch, in konkreten Situationen mit einer Wahlaussage klare Präferenzen zu definieren, oder eine Koalitionsoption auszuschließen, wenn die Inhalte nicht passen.
Ich kämpfe auf Bundesebene für starke Grüne mit dem Ziel einer Mehrheit von Grün und Rot. Alles andere wäre von heute aus gesehen nicht vertretbar.“
Kretschmann zu den Ereignissen vom 30.September 2010 und Stuttgart 21
Im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt fielen in Stuttgart die ersten Bäume im Park. Trotz viel Protests und Unmut bei den mitten in der Nacht demonstrierenden Menschen blieb es friedlich. Dies kann man von dem Nachmittag vorher leider nicht behaupten, als es zu schrecklichen Bildern und einem martialischem Auftreten der Polizei gekommen war, welcher den Eindruck verfestigte, dass es dort um eine Machtdemonstration und ein Durchdrücken des Projektes Stuttgart 21 ging. Wir hatten in Gelsenkirchen dazu direkt am 1.Oktober auch eine gut besuchte Solidaritätsdemonstration angemeldet.
Inzwischen ist ein Jahr vergangen, vieles hat sich geändert. Es gab eine Schlichtung über deren Modellcharakter man sich meines Erachtens stark streiten kann, ebenso wie über das Ergebnis und es wird dennoch weiter gebaut. Mappus der damals als Regierungschef das Vorhaben durchdrücken wollte, arbeiet nun bei einem Pharmakonzern und wurde durch den ersten GRÜNEN Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ersetzt. Dieser hatte sich heute in einem rund 30-minütigem Interview mit fluegel.tv zu den Ereignissen vor einem Jahr, aber auch dem aktuellen Stand der Lage bei Stuttgart 21 gegeben:
Ministerpräsident Kretschmann zum 30.09. from fluegel.tv on Vimeo.
Schreibe einen KommentarGestern war es Zappenduster
Die Arbeitsgruppe Inklusion hatte es am Donnerstag Abend zu einem Außentermin nach Bochum verschlagen. Um ein wenig mehr zu erahnen, wie sich blinde Menschen vielleicht fühlen, ging es in das Dunkelrestaurant Zappenduster. Einen kompletten Bericht hier zu liefern wäre doppelte Arbeit, darum verweise ich nur auf die Blogs von Mena und mir, wo es ausführliche Berichte gibt.
Schreibe einen KommentarAG Inklusion im Gespräch mit der AGB
Vor etwas über einer Woche fand das dritte Treffen der AG Inklusion statt. Nachdem sich die Arbeitsgruppe in der letzten Zeit mit den Blindenleitsystem in Gelsenkirchen beschäftigt hatte, ging es nun zu einem Gespräch mit Vertretern der Behindertenverbände in Gelsenkirchen. Organisiert sind diese in der Arbeitsgemeinschaft der Gelsenkirchener Behindertenverbände und Selbsthilfegruppen (AGB), anwesend waren Günter Gajewski und Harald Seelert.
Bei den Leitsystemen für sehbehinderte Menschen ergeben sich die verschiedenen Vorgehensweisen im Stadtgebiet einfach aus verschiedenen Richtlinen und Standarts der letzten Jahre. Aktuell gilt demnach: “Noppen zum Stoppen und Rippen zum Laufen”, wobei bei den Rippen der Abstand entscheidend ist zwischen den einzelnen hervorgehobenen Elementen. Die Rillen werden eigentlich nicht mehr genutzt. Eine Korrektur der bestehenden verschiedenen Systeme ist sicherlich sinnvoll, aber aufgrund der finanziellen Möglichkeit erscheint es sinnvoller, erst einen Ausbau voranzutreiben.
Bei Ampelanlagen ist die Situation wie folgt: Das Tackern soll bis 1,5 Meter Abstand zu hören sein. Hinzu kommen dann an diesen Anforderungsboxen unten drunter Knöpfe, die zum einen mit einem Pfeil die Laufrichtung anzeigen, aber auch ein höheres Geräusch anfordern, wenn es grün wird und dann auch vibrieren sollen. Könnt ihr an den Ampeln ja mal testen.
Auch dies hatte sich in den letzten Jahren stark verändert, so dass es verschiedene Systeme im Stadtgebiet gibt. Oben beschriebenes ist nun bei neuen Ampeln Pflicht in Gelsenkirchen, in anderen Städten sei dies nicht so.
Neben diesen konkreten Gesprächsthemen zu städtebaulichen Maßnahmen, wurde aber auch die grundlegende Problematik der Inklusion angesprochen: Mangelnde Verankerung in der Gesellschaft. Mit dem Weg zu inklusiven Schulen wird sich die Parallelgesellschaft behinderter Menschen und damit auch das Verständnis für deren Probleme und Schwierigkeiten im Alltag wahrscheinlich besser realisieren lassen. Aber auch in manchen Ausbildungsgängen wird hierauf zu wenig Rücksicht genommen: Abgesehen vom normalen Lehramt, wäre ein Kurs zu Barrierefreiheit auch für Architekten beispielsweise Pflichtprogramm.
Auch einige grundlegende Probleme der Barrierefreiheit wie im Buer am Goldbergplatz wurden erörtert und generell vereinbart zu vielen ungenannten Baustellen in der Stadt noch den Kontakt weiter zu pflegen und so weiter an einem barrierefreien Gelsenkirchen zu arbeiten.
1 Kommentar bis jetztGRÜNE Veranstaltung zur Schuldensituation Griechenlands
Seit einigen Wochen oder gar Monaten beschäftigt die Schuldensituation Griechenlands, aber auch anderer Staaten in Europa die Politik und die Wirtschaft. Die GRÜNEN in Gelsenkirchen wollen sich am Mittwoch bei einer Veranstaltung verstärkt mit diesem Thema beschäftigen und reden deshalb um 19.30 Uhr über „die (vorläufige) Rettung Griechenlands: Was erreicht wurde und was nicht“. Als Referentin konnten sie dabei Kristina Rehbein vom Entschuldungsbündnis erlassjahr.de gewinnen, die durch die nicht ganz einfache Thematik aber auch das Sammelsurium an Lösungsvorschlägen führen wird. erlassjahr.de ist ein Bündnis aus über 700 Organisationen – darunter die Grüne Jugend Gelsenkirchen – in Deutschland, welches sich seit über über 10 Jahren für ein faires Entschuldungsverfahren für Staaten einsetzt. Die Veranstaltung findet in der Geschäftsstelle der GRÜNEN in der Wildenbruchstr. 15-17 statt und auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren und sich zu informieren.
Nochmal kurz die Fakten
Mittwoch, 31. August 2011, 19.30 Uhr, GRÜNES Büro Wildenbruchstr. 15-17
- Die Veranstaltung bei Facebook
- Fachinfo zur Schuldenkrise von erlassjahr.de
- Aktuelle Presseberichte zusammengetragen von erlassjahr
Wechsel in der Bezirksvertretung Nord
Da der GRÜNE Bezirksverordnete Konrad Herz aus Gelsenkirchen weggezogen ist, musste er sein Mandat zurückgeben, was wir sehr bedauern.
Für ihn wird Dr. Werner Blanke nachrücken. Er ist schon für die GRÜNEN als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften tätig. Ebenso war er Stadtverordneter in der ersten Ratsfraktion der GRÜNEN.
Schreibe einen KommentarSprechstunde bei Claudia Roth
Bei der Bundespartei gibt es mit der “Sprechstunde” bei den Vorstandssprechern ein neues Konzept, nachdem Fragen aus der Bevölkerung beantwortet wurden. Nun geht es um Afghanistan, Bildung, Atomausstieg und mehr:
Schreibe einen KommentarSolidaritätsdemo mit den Opfern in Norwegen
Heute für 14 Uhr rufen Antifaschistische Jugendkoordination, Jusos Gelsenkirchen und die SJD Die Falken Gelsenkirchen zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz zu den Ereignissen in Norwegen auf, wo nach aktuellen Angaben mindestens 91 Menschen bei einem Doppelanschlag starben. Der Aufruf lautet wie folgt:
Schreibe einen KommentarSolidarität mit den Opfern von Oslo!
Am 22.7.2011 explodierte erst eine Bombe in Oslo die nach aktuellen Erkenntnissen 7 Menschen tötete. Kurze Zeit später stürmte ein als Polizist verkleideter Mann ein Jugendcamp der sozialdemokratischen Jugend Norwegens und eröffnete das Feuer, dabei nach aktuellem Stand mehr als 84 junge Menschen.
Wir, die Antifaschistische Jugendkoordination, Jusos Gelsenkirchen und die SJD Die Falken Gelsenkirchen, sind bestürzt über diesen Vorfall und drücken den Opfern und Angehörigen unser Mitgefühl und unsere Solidarität aus.
Unsere GenossInnen wurden Opfer eines Anschlags, unvorstellbarer Gewalt und Kaltblütigkeit. Verübt von einem Norweger der aus nationalistischen Kreisen stammen soll.
Dieser Gewalt können wir nur durch Zusammenhalt entgegen treten, wir lassen uns nicht beirren gegen Rechts auf die Straße zu gehen.
Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Newsletter 6/2011
Seit heute gibts den neuen Newsletter zum Download. Inhalte zur Inklusion, Atom- und Energiediskussion, Kommunalen Themen und vielem mehr… Viel Spaß beim Lesen
Fehler bei Blindenleitsystemen
Letzte Woche hat sich im Kreisverband die Arbeitsgruppe Inklusion gegründet, die sich als Schwerpunkt die Barrierefreiheit in Gelsenkirchen gesetzt hat. Als ersten Termin hatte man sich gestern im Umfeld des Musiktheaters die Leitsysteme angesehen, die blinden Menschen dabei helfen sollen, leichter durch die Stadt zu kommen. Ihr habt diese wahrscheinlich schon öfter im Straßenbild gesehen, es sind auffällig weiße Flächen entweder mit Noppen oder Rillen, wobei die Rillen der Führung dienen sollen und die Noppen eigentlich auf besondere Situationen und Gefahrenstellen hinweisen. Also sollte es diese beispielsweise vor Treppen geben und mehr.
Bei der Besichtigung gab es aber einige Schwachstellen zu sehen. Beispielsweiseführen hier Leitlinien direkt zur Treppe ohne davor zu warnen.
Auch nicht unkritisch: Der Weg führt durch eine Ampel…
…bzw. endet an dieser.
Generell sind die beiden Dinge aber auch gerne mal vertauscht – nicht nur am Musiktheater.
Aufmerksamkeitsfelder neben der Ampel sind richtig, um auf diese hinzuweisen. Aber bitte auch an der Bürgersteigskante und Leitlinien im Vorfeld auf dem Weg zur Ampel. (Am unteren Bildrand)
Richtig ist es im übrigen an der Bushaltestelle Musiktheater.
Wie es richtig geht, sieht man im übrigen am Bahnhofsvorplatz. Achtet doch vielleicht auch mal drauf und schickt uns Bilder oder Berichte über weitere Unstimmigkeiten. Weitere Bilder des Besuches findet ihr hier, unsere Pressemitteilung auf der GRÜNEN Homepage.
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