Archiv für die Kategorie Berichte

Gestern war es Zappenduster

Die Arbeitsgruppe Inklusion hatte es am Donnerstag Abend zu einem Außentermin nach Bochum verschlagen. Um ein wenig mehr zu erahnen, wie sich blinde Menschen vielleicht fühlen, ging es in das Dunkelrestaurant Zappenduster. Einen kompletten Bericht hier zu liefern wäre doppelte Arbeit, darum verweise ich nur auf die Blogs von Mena und mir, wo es ausführliche Berichte gibt.

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AG Inklusion im Gespräch mit der AGB

Vor etwas über einer Woche fand das dritte Treffen der AG Inklusion statt. Nachdem sich die Arbeitsgruppe in der letzten Zeit mit den Blindenleitsystem in Gelsenkirchen beschäftigt hatte, ging es nun zu einem Gespräch mit Vertretern der Behindertenverbände in Gelsenkirchen. Organisiert sind diese in der Arbeitsgemeinschaft der Gelsenkirchener Behindertenverbände und Selbsthilfegruppen (AGB), anwesend waren Günter Gajewski und Harald Seelert.

Bei den Leitsystemen für sehbehinderte Menschen ergeben sich die verschiedenen Vorgehensweisen im Stadtgebiet einfach aus verschiedenen Richtlinen und Standarts der letzten Jahre. Aktuell gilt demnach: “Noppen zum Stoppen und Rippen zum Laufen”, wobei bei den Rippen der Abstand entscheidend ist zwischen den einzelnen hervorgehobenen Elementen. Die Rillen werden eigentlich nicht mehr genutzt. Eine Korrektur der bestehenden verschiedenen Systeme ist sicherlich sinnvoll, aber aufgrund der finanziellen Möglichkeit erscheint es sinnvoller, erst einen Ausbau voranzutreiben.

Bei Ampelanlagen ist die Situation wie folgt: Das Tackern soll bis 1,5 Meter Abstand zu hören sein. Hinzu kommen dann an diesen Anforderungsboxen unten drunter Knöpfe, die zum einen mit einem Pfeil die Laufrichtung anzeigen, aber auch ein höheres Geräusch anfordern, wenn es grün wird und dann auch vibrieren sollen. Könnt ihr an den Ampeln ja mal testen.

Auch dies hatte sich in den letzten Jahren stark verändert, so dass es verschiedene Systeme im Stadtgebiet gibt. Oben beschriebenes ist nun bei neuen Ampeln Pflicht in Gelsenkirchen, in anderen Städten sei dies nicht so.

Neben diesen konkreten Gesprächsthemen zu städtebaulichen Maßnahmen, wurde aber auch die grundlegende Problematik der Inklusion angesprochen: Mangelnde Verankerung in der Gesellschaft. Mit dem Weg zu inklusiven Schulen wird sich die Parallelgesellschaft behinderter Menschen und damit auch das Verständnis für deren Probleme und Schwierigkeiten im Alltag wahrscheinlich besser realisieren lassen. Aber auch in manchen Ausbildungsgängen wird hierauf zu wenig Rücksicht genommen: Abgesehen vom normalen Lehramt, wäre ein Kurs zu Barrierefreiheit auch für Architekten beispielsweise Pflichtprogramm.

Auch einige grundlegende Probleme der Barrierefreiheit wie im Buer am Goldbergplatz wurden erörtert und generell vereinbart zu vielen ungenannten Baustellen in der Stadt noch den Kontakt weiter zu pflegen und so weiter an einem barrierefreien Gelsenkirchen zu arbeiten.

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Fehler bei Blindenleitsystemen

Letzte Woche hat sich im Kreisverband die Arbeitsgruppe Inklusion gegründet, die sich als Schwerpunkt die Barrierefreiheit in Gelsenkirchen gesetzt hat. Als ersten Termin hatte man sich gestern im Umfeld des Musiktheaters die Leitsysteme angesehen, die blinden Menschen dabei helfen sollen, leichter durch die Stadt zu kommen. Ihr habt diese wahrscheinlich schon öfter im Straßenbild gesehen, es sind auffällig weiße Flächen entweder mit Noppen oder Rillen, wobei die Rillen der Führung dienen sollen und die Noppen eigentlich auf besondere Situationen und Gefahrenstellen hinweisen. Also sollte es diese beispielsweise vor Treppen geben und mehr.

Bei der Besichtigung gab es aber einige Schwachstellen zu sehen. Beispielsweiseführen hier Leitlinien direkt zur Treppe ohne davor zu warnen.

Leitlinien führen zwar richtig zur Treppe, aber es wird nicht mittels Aufmerksamkeitsfeldern darauf hingewiesen.

Auch nicht unkritisch: Der Weg führt durch eine Ampel…

Hier führen die Ausmerksamkeitsfeld DURCH die Ampel. Richtig wäre: Neben der Ampel mit Aufmerksamkeitsfeldern daneben, um auf die Ampel hinzuweisen.

…bzw. endet an dieser.

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Generell sind die beiden Dinge aber auch gerne mal vertauscht – nicht nur am Musiktheater.

Aufmerksamkeitsfelder neben der Ampel sind richtig, um auf diese hinzuweisen. Aber bitte auch an der Bürgersteigskante und Leitlinien im Vorfeld auf dem Weg zur Ampel. (Am unteren Bildrand)

Aufmerksamkeitsfelder neben der Ampel sind richtig, um auf diese hinzuweisen. Aber bitte auch an der Bürgersteigskante und Leitlinien im Vorfeld auf dem Weg zur Ampel. (Am unteren Bildrand)

Richtig ist es im übrigen an der Bushaltestelle Musiktheater.

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Wie es richtig geht, sieht man im übrigen am Bahnhofsvorplatz. Achtet doch vielleicht auch mal drauf und schickt uns Bilder oder Berichte über weitere Unstimmigkeiten. Weitere Bilder des Besuches findet ihr hier, unsere Pressemitteilung auf der GRÜNEN Homepage.

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Osterdemo in Gronau

Gestern fanden in Deutschland an 12 Standorten Demonstrationen gegen die Atomenergie statt. Anlass war der Super-GAU von Tschernobyl, die sich heute zum 25. Mal jährt und die noch immer nicht verbesserte Situation in Japan. Der traditionelle Ostermarsch zur Friedenspolitik wurde somit mit der Forderung nach dem Atomausstieg verbunden. Und das liegt auch nicht so weit auseinander, insbesondere in Gronau, wo Uran für die Verwendung in Atomkraftwerken aufbereitet wird. Ein Verfahren, welches auch genutzt wird, um Material für Atomwaffen vorzubereiten. Siehe dazu auch diesen TAZ Artikel zur Demo gestern.

Jedenfalls waren wir gestern auch vor Ort und haben mitdemonstriert. Hier einige Eindrücke von der Demo:

Da es gestern bei unserem Bus auch nachfragen bezüglich der Finanzierung gab, hier mal ganz transparent das Ergebnis für unseren Bus:

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Es mag vielleicht an Ostern liegen, aber generell gibt es wohl ein Mobilisierungsproblem für solche Aktionen. Auch wenn man ein endgültiges Resüme wohl erst nach der Vorstandssitzung morgen ziehen kann, fand ich es richtig den Bus zu organisieren. Bei dem Wetter in überfüllten Zügen zu reisen hätte bestimmt keinen Spaß gemacht. Außerdem hatte man so nur etwas mehr als eine Stunde gebraucht.

Vielen Dank allen Mitreisenden für die finanzielle Unterstützung und das gemeinsame Demonstrieren :)

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Anti-Atom Demo in Essen

Gestern war ja die große Anti-Atom Demo in Essen mit über 5.000 Teilnehmern. Wir waren natürlich auch vor Ort und haben ein kleines Video der Aktionen gemacht – inklusive eines Flashmobs um 12 Uhr an der Marktkirche. Bilder werden wir noch nach reichen und in dem Artikel hier verlinken, wenn diese durchgesehen sind :)

Aktuell kann man auch noch die Lokalzeit Ruhr dazu sehen, in der auch der Grüne Jugend Sprecher aus Gelsenkirchen Kevin Jedamzik – nicht in seiner Funktion – zu Wort kam.

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Anti-Atom Demonstration in Bochum

Anlässlich der Ereignisse in Japan kam es in den letzten Tagen ja häufiger zu Demonstrationen, die zumindest die Rücknahme der Laufzeitverlängerung, wenn nicht gar einen schnelleren Atomausstieg forderten. So auch in Bochum, wo am Ende 400 Menschen dort demonstrierten. Einige Impressionen von uns findet man bei flickr oder auf dem folgenden Video:

Weitere Berichte gibt es bei DerWesten und dem Pottblog. Weitere Aktionen sind für den morgigen Montag Abend in ganz Deutschland geplant. Einen generellen Artikel zu meiner Einstellung und wieso ich die Proteste nicht für pietät- oder taktlos, sondern für gegeben halte, findet ihr in meinem privaten Blog.

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Der Grüne Kreisvorstand besucht die Moschee am Freistuhl in Hassel

„Man muss nicht über uns sprechen, sondern mit uns“, sagte Cesur Özkaya, Vorsitzender der muslimischen Gemeinde am Freistuhl in Hassel in einem Interview auf www.derwesten.de . Für uns Grüne war klar, dass hier auf ein Versäumnis hingewiesen wurde, das auch uns trifft. Ebenso klar war, dass sich das ändern musste. Ein Anruf bei Herrn Özkaya, der sich erfreut und vielleicht auch ein bisschen überrascht zeigte, dass tatsächlich jemand den Ball aufnahm, eine Terminabsprache, und am 9. Februar traf sich der Grüne Kreisvorstand mit ihm in der Moschee am Freistuhl. Zunächst drehte sich das Gespräch um das religiöse Leben in der Ditib-Gemeinde (Freitagsgebet, religiöse Feste, Rolle der Männer/der Frauen im Islam, Austausch mit den benachbarten christlichen Gemeinden). Im zweiten Teil wandte sich das Gespräch den sozialen Aktivitäten der Ditib-Gemeinde zu. Herr Özkaya schilderte die Bemühungen der Gemeinde, Beratungs- und Unterstützungsangebote zu organisieren, was großenteils nur dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Gemeindemitglieder möglich ist (zum Beispiel geben Abiturienten oder Oberstufenschüler jüngeren Schülern Nachhilfe in Deutsch oder Mathematik). Wir waren uns einig, dass dieses freiwillige Engagement dringend der Ergänzung durch professionelle Beratung bedarf, und werden uns bei der Stadt und bei den Trägern der freien Wohlfahrtsplege kundig machen, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Unterstützung sich anbieten.

Schließlich sprachen wir noch über einen sehr konkreten Vorschlag, den Jürgen Pastowski in die Diskussion einbrachte: Wäre es nicht wichtig, dass die hier lebenden Muslime sich viel stärker in der Öffentlichkeit zu Wort meldeten, um zu protestieren, wenn zum Beispiel , wie zuletzt in Ägypten geschehen, Christen im Namen des Islam verfolgt und ihre Kirchen zerstört werden? Inhaltlich waren wir uns auch hier schnell einig, Herr Özkaya gab nur zu bedenken, dass die Muslime mit dieser Form der Öffentlichkeitsarbeit wenig Erfahrung hätten. Klar, dass wir da gern unsere Unterstützung anboten. Das Gespräch endete mit der Feststellung, dass dies ein vielversprechender Anfang sei und dass alle an einer vertieften Zusammenarbeit interessiert seien.

Foto: Detlef Aghte unter Creative Commons Lizenz

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Rede von Robert Zion beim Neujahrsempfang

Am letzten Samstag hatten wir unseren Neujahrsempfang in der Schauburg. Wie in jedem Jahr wurden auch dieses mal die Reden aufgezeichnet und stehen damit auch denen zur Verfügung, die nicht das Vergnügen hatten, selber vor Ort zu sein. Zunächst hier die Rede von unserem Vorstandssprecher Robert Zion, die Rede unseres Gastes Sven Lehmann (Sprecher des GRÜNEN Landesverbandes NRW) wird am Freitag wahrscheinlich nachgereicht.

Einen Bericht zum Neujahrsempfang gab es übrigens am Montag auch in der WAZ.

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GRÜNE Gelsenkirchen einstimmig für Koalitionsvertrag

In ihrer Mitgliederversammlung haben die Grünen am Donnerstag Abend den rot-grünen Koalitionsvertrag einstimmig bei einer Enthaltung unterstützt. Kreisverbandssprecher Robert Zion sieht in dem Programm der neuen Regierung einen drastischen Politikwechsel in NRW: „Von Kopfnoten an der Schule, Studiengebühren an der Uni und dem KiBiz werden viele angebliche ‚Reformprojekte‘ der Rüttgers-Regierung zurückgenommen und zusammen mit einer Energiewende und einem wirklichen Klimaschutzgesetz die soziale und ökologische Reform in NRW angestrebt.“

Irene Mihalic, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen in Gelsenkirchen, begrüßt auch besonders die Stärkung der Kommunen: „Den Städten wird mehr Freiheit gegeben werden. Unter rot-grün wird die Gängelung durch Bezirksregierungen verringert und die Städten erhalten mehr Möglichkeiten sich wirtschaftlich zu betätigen. Zu dieser Freiheit zählt auch, dass die Entscheidungen über die Schulformen nicht in Düsseldorf sondern vor Ort fallen. Und mit einer Stärkung der Bürgerbeteiligung wird damit auch in NRW wieder mehr Demokratie möglich…“

Bei der Mitgliederversammlung wurde wenig Kritik an dem Koalitionspapier geäußert. Allenfalls die Frage der Lebenszeit einer solchen Minderheitsregierung wurde länger diskutiert. Die Entscheidung zum Vertrag fällt am Samstag bei zeitgleich stattfindenden Parteitagen von Grünen und SPD. Der Gelsenkirchener Kreisverband wird dort von Irene Mihalic, Robert Zion und Manfred Beck vertreten.

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Dankeschön…

P1050561 NRW hat gewählt und am Ende steht für uns GRÜNE mit 12,1 % (von 6,2 % in 2005!!!) das bisher beste Ergebnis bei einer Landtagswahl und macht uns zu den eindeutigen Gewinnern. Und auch in Gelsenkirchen konnten wir uns in Prozenten  nahezu verdoppeln – von 3,8 % in 2005 auf nun 7,5 %! Damit sind wir drittstärkste Kraft, was uns stolz macht. Den beiden direkt gewählten SPD-KandidatInnen Heike Gebhard und Markus Töns gratuliere ich auch auf diesem Weg noch einmal herzlich.

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