Archiv für die Kategorie Aus dem Osten
Noch einmal “Natur erleben im Stadtosten”
Falls es Grünes-Gelsenkirchen-Leser gibt, die den Blog schon zum Frühstück lesen und zudem noch kurzentschlossene Fahrradfahrer sind, hier noch ein Tipp in eigener Sache:
Morgen früh führe ich – diesmal wirklich selbst – für den ADFC Gelsenkirchen meine Tour Natur erleben im Stadtosten
Treffpunkt ist wieder die IHK Emscherstraße in Gelsenkirchen, der Beginn ist diesmal um 10.00 Uhr.
Allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Spaß
Als Nachtrag hier der Tourenbericht:
Es ist ein wunderbar sonniger Herbsttag, der Morgen ist noch sehr frisch.
Am Treffpunkt IHK findet sich eine überraschend große Gruppe von 41 Teilnehmern zusammen.
Nach kurzer Begrüßung geht es los. Wir fahren ein kurzes Stück den Emscherradweg entlang bis zur Münsterstraße. Hinter dem Tierheim biegen wir ab in den Wald. Erst einmal geht es zur Forststation des Regionalverbandes Ruhrgebiet. Nach einer kleinen Schleife fahren wir weiter durch den Emscherbruch. Wir begegnen den Biotopen neben der Zentraldeponie. Durch den Wald der Resser Mark geht es weiter nach Resse. Diesen Ortsteil flux umrundet fahren wir auf dem Weg an der Stadtgrenze nach Herten – mit stillen Begleitern, dem Holzbach und den großen RWE-Freileitungen. So gelangen wir nach Eckernresse mit seinen kleinen Ackerflächen und Baumreihen. Hier erwartet uns eine tolle Aussicht auf Weserholt, Zeche Ewald, die Hertener Psychartrie, Halde Hohewart und das Kraftwerk Herne. Weiter geht’s zur ehemaligen Kinderklinik und von dort in den Stadtwald Resse. Von der Waldschenke aus fahren wir einmal durch Gelsenkirchens ältestes Naturschutzgebiet. Danach geht die Fahrt auf Schloss Berge zu. Dort gibt es auch noch im Herbst und viele schöne Blumen zu genießen. Kurz vor Schluss muss noch die Fußgängerbrücke rüber zum Arena Park bewältigt werden. An der Gaststätte Der Schalker kommen wir zum Abschluss der Tour. Leider klappt es dort mit der Bedienung nicht so gut. Darum kehrt ein Teil der Gruppe beim Vereinsheim Zur offenen Tür ein und lässt die Tour dort gemütlich ausklingen.
Regionaler Flächennutzungsplan, Jugenhilfeplan, Konjuunkturpaket und noch etwas mehr
Außem Osten hab´ ich einiges nachzutragen: Im Mai gab es einiges in der Bezirksvertretung zu tun – und keine Zeit zum Bloggen:
Am 6. Mai fand eine gemeinsame Sitzung Ausschusses für Stadtplanung und den fünf Bezirksvertretungen statt. Es gab sogar drei gemeinsam zu beratende Themen: Normenkontrollverfahren gegen den Ausbau des Löhrhofcenters in Recklinghausen, Regionaler Flächennutzungsplan und Beitritt zum Einzelhandleskonzept für das östliche Ruhrgebiet. Denke ich auch als Ostler an die Einkaufssitzuation in Buer, muss man gegen den großen Löhrhofausbau sein. Kleiner geht auch.
Der Regionale Flächennutzungsplan ist schon ein sperriges Ding. Endlich Schluss mit dem Kirchturmdenken in den Planungsämtern. Bochum, Esssen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim und Oberhausen arbeiten zusammen. Und mit einem ganz engen Blick auf den Bezirk Ost lief sich auch keine Umweltsauerei oder was anderes Gravierendes im Plan finden. Darum Daumen hoch. Doch damit war ich die Ausnahme der Grünen-Vertreter in der Sitzung. Die anderen hatten doch so manche “Bauchschschmerzen” und mussten sich zu einer so genannten “problembewussten Zustimmung” durchringen. Der Kollege aus dem Bezirk Mitte konnte sogar nicht zustimmen.
Um Zusammenarbeit ging es auch beim Regionalem Einzelhandelskonzept für das östliche Ruhrgebiet. Ein weiteres Mal Schluss mit dem Kirchturmdenken. Die Gemeinden im östlichen Ruhrgebiet wollen dem ruinösen Wettbewerb um Neuansiedlungen ein Ende setzen, das Einzelhandelsangebot atraktiver gestalten und sich Regeln für den Umgang mit Streitfällen geben. ´ war nur zu begrüßen.
Zwei Wochen später gab es noch eine reguläre Sitzung
Die drei wichtigsten Punkte waren die Fortschreibung des Jugendhilfeplans, Teil Kindertagesstätten, das Konjunkturpaket II und die Auflösung der Ewaldschule:
Der Jugendhilfeplan erwies sich als sorgfältig recherchierte Bestandsaufnahme. Nach den Änderungen durch das Kinderbildungsgesetz (KIBIZ) musste dieser Teil des Planes ganz überarbeitet werden. Ich kritisierte die Unterversorgung der Resser Mark mit Kita-Plätzen. Zwar wird dies durch Überkapazitäten in Erle kompensiert, bedeutet aber für die betroffenen Eltern mehr Fahrerei. Bei der Suche nach Lösungen möchte das Jugendamt bitte berücksichtigen, dass durch das kleine Wohngebiet am Johanneshof zusätzlicher Bedarf an Kita-Plätzen entstanden sein könnte.
Das Konjunkturpaket II beeinhaltet auch eine Reihe von Vorhaben, die im Bezirk Ost durchgeführt werden, so z. B. auch eine Reihe von Gebäude- und dachsanierungen. Hierzu machte ich auf den Ratsbeschluss vom 12. Februar 2009 aufmerksam, wonach bei Dachsanierungen die Instalation von Solaranlagen oder ersatzweise Dachbegrünungen mitzuplanen sind. Erfreulicherweise haben das alle anderen Mitglieder der Bezirksvertretung auch so gesehen. Nur schade, dass letztendlich doch keine Solaranlagen mitgeplant worden sind. Die Grünen im Rat haben daraufhin die Vorlage abgelehnt.
Zuletzt stand die Ewaldschule noch ein weiteres mal auf der Tagesordnung. Auf Weisung der Bezirksregierung musste statt der Zusammenführung die Auflösung der Ewaldschule beschlossen werden. Die Diskussion wurde schon in einer voran gegangenen Sitzung geführt. Bei der geringen Anmeldezahlen konnte zum dritten Mal keine Eingangsklasse gebildet werden. Die Überleitung der letzten Klassen an die Hauptschulse an der Oststraße wurde jetzt sogar dringend notwendig, da das Schulgebäude der Ewaldschule vorläufig für das Weiterbildungskolleg gebraucht wurde. Das Kolleg musste ja Hals über Kopf aus seinem Einsturz gefährdeten eigenen Gebäude ausziehen.
Soweit außem Osten

Die Spielverbote im Johanneshof noch einmal überlegen
Nachdem die WAZ in dem Artikel Holland in Not über das Verbot von Fußball,Hockey und Tischtennis in der Siedlung “Johanneshof” berichtete, habe ich mich in vor Ort mit einigen Bewohnern unterhalten. Danach habe ich mich mit einem Brief an den Eigentümer der Siedlung gewandt.
Darin teilte ich ihm mit, das mir die Bewohner des Johanneshofs übereinstimmend berichteten, dass sie das Verbot des Fußballspielens richtig finden, da es in der Vergangenheit zu vielen Sachbeschädigungen gekommen ist. Für die übrigen von Ihnen getroffenen Verbote haben sie jedoch kein Verständnis geäußert. Weder durch Hockey noch durch Tischtennis sind Beschädigungen aufgetreten.
Ich wies darauf hin, dass der Johanneshof ist zudem als Spielstraße ausgewiesen ist. Kinder sollen ja gerade dort Spielen können. Auf den fehlenden öffentlichen Spielplatz als Alternative in der Nähe hat der Eigentümer gegenüber der WAZ selbst hingewiesen.
Nicht zuletzt im Interesse der Kinder im Johanneshof, bat ich ihn, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken und außer Fußballspielen die übrigen Spielmöglichkeiten wieder zu erlauben.
Hoffentlich macht er sich die Mühe.
Der Erler Marktplatz wird neu gemacht
Ich will mit einem kleinen Bericht aus der letzten Sitzung der Berzirksvertretung Ost vom 01.04.09 eine kleine Rubrik “Außem Osten” eröffnen. Da gibt ´s dann immer das Wichtigste rund um die Bezirksvertretung Ost.
Das wichtigste Thema dieses Mal ist die seit Langem geforderte Sanierung des Erler Marktplatzes. Damit ist den Damen und Herren Bezirksverordneten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Seit 1993 schlummerte ein Entwurf der Sanierung des Marktplatzes an der Straßenkreuzung Darler Straße / Marktstraße in Erle in den Schubladen der Stadtverwaltung, doch gelangte er nie zur Ausführung. Andere Projekte wie der Umbau der Cranger Straße und der Bau des “Erler Deckels” über die A 2 wurden dazwischen geschoben. Dabei sah es zu Beginn des letzten Jahres gar nicht so für den Marktplatz aus. Die Bezirksverordneten aller Fraktionen staunten nicht schlecht, als es im Entwurf des z. Z. gültigen Doppelhaushaltes der Stadt auf einmal gar keine Position zu dem Sanierungsvorhaben gab. Sofort wurden die Gespräche mit den jeweiligen Ratsfraktionen aufgenommen. Nicht nur, dass diese stillschweigen Streichung ein politisches “Unding” war, sondern nach den abgeschlossenen übrigen Stradtumbauprojekten war nun der Zeitpunkt da, die Umgestaltung des Marktplatzes Erle anzupacken. Die letzte große Lücke in der Stadterneuerung Erles könnte geschlossen waren. Und so kam es dann auch: Der Erler Marktplatz bekam einen abgesicherten Platz auf der Investitionsprioritätenliste für den laufenden Doppelhaushalt.
Am vergangenen Mittwoch, gut ein Jahr später, war es dann so weit: Nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung in Form von drei so genannten “Planungscafes” konnte die Verwaltung nun den Entwurf des Marktplatzumbaus präsentieren. Und tatsächlich gelingt es, weitest gehend viele Interessen und Ziele unter einen Hut zu bekommen. Genug Platz für die Händler, eine anspruchsvolle Baumbepflanzung, die die Attraktivität des Platzes deutlich erhöht und dazwischen Ruhezonen für die Marktbesucher schafft. Ebenso wird die Beleuchtung dezent auf Platz und Umgebung abgestimmt. Auch ist dort an Platz für die markt umgebende Gastronomie gedacht, so dass der Platz zum Zuschauen und Verweilen einlädt. Ein besonderes Augenmerk verdient die Verkehrslösung. Denn der Autoverkehr auf Darler Straße und Marktstraße wird nicht etwa unterbunden sondern mit der Maßgabe aufrecht erhalten, die Geschwindigkeite auf 10 km/h zu beschränken und eine absolute Gleichbehandlung mit allen aneren Verkehrsteilnehmern vorzusehen. Die übliche Bevorrechtigung des Pkw-Verkehrs wird es nicht geben. Der Fahrbahnbereich wird lediglich durch eine 3-cm-Bordscheinkante gekennzeichnet, die Blinden und Sehbehinderten eine Orientierung bietet, aber noch für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer überfahrbar bleibt. An diese Lösung wird man sich gewöhnen müssen: Die Grenzen zwischen Fußgänger- und Verkehrsraum verwischen. Statt dessen werden sich beide Seiten an besondere Rücksichtnahme gewöhnen müssen. Aber damit wird ein attraktiver Platz für Markt, Begegnung und Verweilen in Erle entstehen.
Darüber hinaus wurde in der Sitzung der 10-cent-Tarif für Kurzzeitparken beschlossen und ein neuer Schulleiter für der Gerhart-Hauptmann-Realschule gewählt. Der einzige Bewerber machte bei seiner Vorstellung und Befragung einen kompetenten und engagierten Eindruck.

