Archiv für die Kategorie Energie
Stromwechsel und Atomausstieg
Am letzten Samstag hatten wir eine Aktion zum Stromwechseln in der Buerer Innenstadt und unser Vorstandssprecher Fabian Klose erklärt, wieso man wechseln soll, wie unproblematisch dies möglich ist und was er vom Atomausstiegskonzept der Bundesregierung hält:
1 Kommentar bis jetztBio-Abfall als Energiequelle
Mit Interesse haben die GRÜNEN die Aussage der Gelsendienst Sprecherin zur Kenntnis genommen, dass Gartenabfälle nicht Bio-Müll sein soll.
„Grünabfälle, z.B. vom Balkon und aus dem Garten, sind organisch und damit Bio-Abfall und gehören genauso wie Küchenabfälle in die braune Tonne. Bisher werden solche Grünabfälle entweder in die Restmülltonne geworfen oder mit dem PKW oft durch die ganze Stadt zu den Betriebshöfen gefahren. Da ist die Sammlung über die Bio-Tonne sicherlich umwelt- und klimafreundlicher,“ argumentiert Burkhard Wüllscheidt, GRÜNES-Mitglied im Betriebsausschuss Gelsendienste. Natürlich könne auch im eigenen Garten kompostiert werden, um hochwertigen Humus zu erhalten. Für alle anderen biete sich aber die Bio-Tonne an.
„Unsere Vorstellung, den Bio-Müll in einer Biogasanlage in Energie zu verwandeln, bekommt durch aktuelle Diskussion zum Ausstieg aus der Atomenergie einen neuen Stellenwert. Auch wenn immer wieder Stimmen laut werden, die sich gegen solche Anlagen wenden, gibt es Beispiele von optimal funktionierenden Biogasanlagen, die keine Beeinträchtigung für die Bevölkerung darstellen. Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Neuaufstellung der Energieversorgung der Stadt, aber auch für die Weiterentwicklung des Abfallwirtschaftsplanes im Zusammenhang mit den auslaufenden Verträgen zum Müllheizkraftwerk in Karnap, ist dies für uns einer der Bausteine“, so Irene Mihalic, umwelt- und energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN-Ratsfraktion.
Burkhard Wüllscheidt „Die Stadt erhält mit dem organischen Abfall einen wertvollen Rohstoff, der nicht entsorgt werden muss, sondern verwertet werden kann.“
Irene Mihalic ergänzt: „Wir unterstützen jede Müllverwertung, die umweltschonend und effizient ist. Dazu gehört für uns nicht die Verbrennung im Müllheizkraftwerk in Karnap. Aber leider landet – auf Grund der Abwehrhaltung gegen die Bio-Tonne und einer Biogasanlage in großen Teilen der Gelsenkirchener Politik – immer noch der meiste organischen Abfall dort.“
Für die GRÜNEN ist es übrigens selbstverständlich, dass die braune Bio-Tonne, genauso wie die blaue Papier-Tonne, die Glassammelbehälter und eine zukünftige gelbe Tonne plus als Wertstofftonne, für die Nutzer kostenlos sein soll. Unabhängig davon, ob die Tonne pflichtig ist oder freiwillig. Bei diesen Abfallfraktionen geht es um Wertstoffe, die durch die Kommunen möglichst weitgehend wiederverwertet werden können und sollen. Die Kostenfreiheit dafür ist ein Anreizsystem getrennt zu sammeln. Ganz anders sehen das die Grünen für die graue Restmülltonne.
Schreibe einen KommentarAnti-Atom Demonstration in Bochum
Anlässlich der Ereignisse in Japan kam es in den letzten Tagen ja häufiger zu Demonstrationen, die zumindest die Rücknahme der Laufzeitverlängerung, wenn nicht gar einen schnelleren Atomausstieg forderten. So auch in Bochum, wo am Ende 400 Menschen dort demonstrierten. Einige Impressionen von uns findet man bei flickr oder auf dem folgenden Video:
Weitere Berichte gibt es bei DerWesten und dem Pottblog. Weitere Aktionen sind für den morgigen Montag Abend in ganz Deutschland geplant. Einen generellen Artikel zu meiner Einstellung und wieso ich die Proteste nicht für pietät- oder taktlos, sondern für gegeben halte, findet ihr in meinem privaten Blog.
1 Kommentar bis jetzt100% erneuerbar
Die Bundesregierung will die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängern und nennt dies ein Energiekonzept der Zukunft. Mit Zukunft hat das Konzept aber wenig zu tun, eher mit Steinzeit. Ein richtiges Energiekonzept sorgt dafür, dass man 2040 nicht noch Atomkraftwerke hat, sondern das dann nur noch eneuerbare Energie gibt. Und wie das geht, zeigen wir hier:
Schreibe einen KommentarAlbtraum Atommüll
“Albtraum Atommüll” heißt die Dokumentation, die wir am Donnerstag (30.09.) ab 19.30 Uhr im Büro zeigen. Mit diesem Film wollen wir auf eins der vielen Probleme hinweisen, welches die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken durch die Bundesregierung mit sich bringt. Auf die weiteren wird natürlich auch eingegangen, denn nach dem Film gibt es noch eine kleine Diskussion. Die Filmvorführung findet in unserem Büro in der Wildenbruchstr. 15-17 statt, der Eintritt ist kostenlos. Einen entsprechenden Veranstaltungshinweis gibt es auch bei Facebook.
1 Kommentar bis jetztArtikel zur Energieversorgung in Gelsenkirchen
Nur als kleiner Linktipp sei auf einen Artikel auf DerWesten hingewiesen, bei dem es um die Zukunft der Energieverorgung in Gelsenkirchen geht. Bei der Ratssitzung wurde auf unsere Initiative dieses Thema nämlich auf die Tagesordnung gebracht, da die Verträge mit der ELE auslaufen und neue Verträge geschlossen werden müssen oder gar eigene Stadtwerke ein Ansatz seien könnte. Der Zeitplan des Planungskreises war vorher ins Stocken geraten, wohl aufgrund von Blockade durch ELE und RWE:
Wesentlichen Fakten und Zahlen seien bisher von der ELE nicht geliefert worden, erklärte Wente. Dazu zählten unter anderem Beschaffungsverträge für Strom und Gas, Daten zur Kundenstruktur, Mengenbilanzen und durchschnittliche Gewinnmargen.
Angeblich habe die ELE erst prüfen müssen, welche Daten sie freigeben kann. Aber dies ist doch nicht das erste entsprechende Verfahren, da müsste es doch für ELE oder deren Vater RWE doch nicht das Problem sein, genau dies herauszubekommen.Da steht vielleicht doch ein wenig der Verdacht im Raum, dass die ELE hier als Betroffener in dem Prozess bewusst verzögert.
Zur Rekommunalisierung der Energieversorgung hatten wir im Kommunalwahlkampf schon einen längeren Bericht mit Vorstellung unseres Konzeptes durch Irene, den man hier auch nachlesen und -sehen kann.
Schreibe einen KommentarDemo in Ahaus
Auch von der Demo in Ahaus gibt es ein kleines Video, bei dem ich Dennis unter anderem frage, wieso er Samstag in Ahaus steckt, anstatt in Buer auf der Einkaufsstraße:
Der Landesverband hat auch ein Video zur Demo in Ahaus online gestellt. Etwas peppiger, aber wir arbeiten dran
Einen ausführlichen Bericht zur Demo hatte Dennis gestern geschrieben…
Schreibe einen KommentarBundesweite Proteste gegen Atomkraft
Für Samstag hatte die Anti-Atom-Bewegung bundesweit zu Protesten gegen
die schwarz-gelben Pläne zur Laufzeitverlängerung aufgerufen – und dies mit überragendem Erfolg. So wurde zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel eine 120 Kilometer (!!!) lange Menschenkette gebildet. Dazu waren 120 000 Menschen gekommen. Zeitleich fanden auch noch in Biblis und Ahaus Großdemos statt. Zu letzterer war ich mit vielen anderen Gelsenkirchener GRÜNEN gereist. Es galt ein deutliches Zeichen gegen den Wahnsinn Atomkraft zu setzen.
Schwere Zeiten für Schwarz-Gelb: SAT1/Dortmund berichtet aus Gelsenkirchen!

Schwarz-Gelb? Nein Danke!
Dabei gibts auch meinen Tipp fürs Derby! (Meine Pressemitteilung hierzu)
Schreibe einen KommentarAuf der Anti-Atom-Demo in Berlin: Atom-Merkel, Astrid und Ludger Volmer
Die Anti-Atom-Demo (die größte Demo seit den 80ern!) am vergangenen Samstag, die zu einer Reihe wichtiger politischer Termine gehörte, die ich an diesem Wochenende in Berlin hatte, stand für mich auch ein wenig unter dem Motto: “Demonstrieren, Freunde treffen!”
Nun würde ich diese Frau, auf einem Plakat zusammengesetzt aus kleinen Atom-Symbolen, nicht unbedingt dazu zählen:

Atom-Merkel
Sehr wohl aber Astrid Rothe-Beinlich, unsere Grüne Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende in Thüringen, der ich ja bereits im Landtagswahlkampf in Erfurt und Weimar ein wenig helfen durfte. So ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, sie für ihren Erfolg in Thüringen mal so richtig zu Herzen.
Solch einen Erfolg mag man Wolfgang Meckelburg, meinem Gegenkandidaten der CDU in Gelsenkirchen, nicht so recht gönnen. Hatte er mir doch noch auf dem Podium des Max-Planck-Gymnasiums die Frage gestellt, wo ich denn die Atommüll-Fässer aus dem absaufenden Atommüll-Endlager Asse gedenke (end-)zulagern. Meine Antwort: “Wichtig ist wohl, dass jetzt nicht noch neuer Atommüll dazukommt!” So hätten es einige wohl gerne: ausgerechnet der Partei, die seit den 80er Jahren konsequent für einen Ausstieg aus der Atomenergie eintritt, jetzt die Verantwortung für das Endlager-Desaster zuzuschieben!

Anti-Atom-Demo
Ebenfalls auf der Demo getroffen habe ich das Gelsenkirchener Urgestein, unser Kreisverbandsmitglied und ehemaligen Bundesvorsitzenden Ludger Volmer, der uns bereits im Kommunalwahlkampf vorbildlich unterstützt hat. Hier in Berlin unterbrach er eigens für die Demo die Arbeit an seinem Buch über die Geschichte der Grünen. Er habe darin gerade auch etwas über mich geschrieben. Nun, wollen wir hoffen, dass er mich noch nicht als Geschichte betrachtet
Der schwarz-gelbe optische Eindruck dieses Blog-Beitrags gefällt mir jetzt irgendwie nicht. Darum noch eine abschließende Botschaft auch an Wolfgang Meckelburg und Marco Buschmann vom BVB… Entschuldigung, das sollte natürlich “FDP” heißen:

Schwarz-Gelb? Nein Danke!
