Archiv für die Kategorie Verkehr

Rathausplatz muss autofrei sein

“Die Planungen der Stadtverwaltung, den Platz vor dem neuen Hans-Sachs-Haus künftig für den Pkw- und sonstigen motorisierten Individualverkehr zu sperren, findet volle Unterstützung der GRÜNEN”, so Dennis Melerski verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Ratsfraktion. “Dabei steht für uns im Vordergrund, dass die Fläche vor dem aufwendig modernisierten Rathaus den Menschen künftig als Aufenthaltsraum dienen soll.” Aus stadtplanerischen Aspekten sehen die GRÜNEN hier eine große Chance, die nicht vertan werden sollte.

Im bisherigen Verfahren waren Befürchtungen aufgekommen, der aus dieser Maßnahme entstehende Wendeverkehr am Machensplatz könnte zu Verkehrschaos führen.

Dazu Dennis Melerski: “Sollten die Zielverkehre zur Munckel- und Robert-Koch-Straße tatsächlich zu Verkehrsproblemen am Machensplatz führen, müssen kreative Alternativen gesucht werden.“ Die Autofreiheit des Ratshausplatzes dürfe aber nicht in Frage gestellt werden.

Als eine Möglichkeit schlägt Dennis Melerski vor zu prüfen, ob eine Öffnung der Seitenstraße, welche hinter dem Hans-Sachs-Haus von der Vattmannstraße ausgehend zur Munkelstraße verläuft, als Einbahnstraße in Frage kommt. Dies hätte aus seiner Sicht den Charme, dass der von Norden kommende Verkehr wie bisher die Munckel- und die Robert-Koch-Straße über die Vattmannstraße erreichen könnte.

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Mit Bus und Bahn zum Schalke Spiel kostet bald extra – Wir hoffen nicht!

Eigentlich ist es bei vielen Veranstaltungen Usus, dass man mit der Eintrittskarte auch gleich die Fahrt dabei hat. Das war ein Grund, warum früher die Karten für die Spielemesse in Essen im Vorverkauf organisiert wurden und ich wage die These, dass auch für viele Schalker dies ein Grund ist, gemeinsam die 302 zur Arena zu besteigen und den ÖPNV zu benutzen. Mal ganz abgesehen davon, dass wohl auch ein Verkehrschaos ausbrechen würde, wenn die Besucher des Stadions alle mit Autos anreisen würden.

Ganz so schlimm wird es vielleicht nicht, aber für den Schalkefan kann es teurer werden, wenn man dieser Mitteilung von Schalke glauben kann:

Eine weitere Änderung gibt es bei der Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel bei der An- und Abreise an Spieltagen zur VELTINS-Arena, zu nutzen. Dauerkarteninhaber konnten in den vergangenen Jahren aufgrund einer vom FC Schalke 04 mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (BOGESTRA) geschlossenen Vereinbarung am Spieltag ohne Entrichtung eines Fahrpreises mit VRR-Verkehrsmitteln (2. Klasse) an- und abreisen.

Diese Vereinbarung zwischen dem Verein und der BOGESTRA wird für die Saison 2011/2012 voraussichtlich nicht zustande kommen, da die von der BOGESTRA nunmehr geforderten Konditionen für den FC Schalke 04 nicht mehr tragbar sind.

Man kann ja mal durchrechnen: Da wird aus den 19 Euro, die ein Stehplatz als Tageskarte kostet, im günstigsten Fall 21,44 Euro – wenn man 4 weitere Mitfahrer auf einem Gruppenticket findet. Ansonsten sind es nochmal ca. 2 Euro mehr bei einem 4er Ticket – oder man schafft sich ein Monatsticket an. Naja, sei es drum. Es geht ja nicht um eine Tarifberatung hier und ganz ehrlich stelle ich es mir schon etwas lustig vor, wenn die Bogestra dann erst noch Tickets kontrollieren will, was angesichts des Andranges fast unmöglich sein dürfte.

Naja, abseits von Zusatzkosten und die Frage, wie man soetwas kontrollieren will ist das für Fans einfach nervig und für die Umwelt schädlich, wie Dennis Melerski in einer Pressemitteilung beschrieben hat:

„Wir führen in den städtischen Gremien die Diskussion über die Auswirkung des Verkehrs auf die Gesundheit der Bevölkerung Gelsenkirchens, sei es Feinstaub als auch Lärm. Die Befürchtung, dass durch die Auflösung des VRR-Vertrages mehr Personen mit dem Auto nach Gelsenkirchen fahren werden, ist nicht von der Hand zu weisen.“

Aber bleiben wir erstmal bei den Fans, denn ein wenig Hoffnung gibt es noch, schreibt die Bogestra doch:

Zurzeit kursieren Informationen in der Öffentlichkeit, bei denen der Eindruck entstehen könnte, dass die Gespräche über die Fortführung des KombiTickets (Eintrittskarte ist gleichzeitig Ticket zur An- und Abreise mit Bussen und Bahnen im VRR) zu Spielen des FC Schalke 04 zwischen dem Verein und der BOGESTRA AG bereits abgeschlossen sind. Tatsächlich wird jedoch in Kürze auf Vorstandsebene erstmals verhandelt. Zusammen mit vielen Fans ist die BOGESTRA AG sehr daran interessiert, dass es auch zukünftig ein KombiTicket für Spiele des FC Schalke 04 gibt, und wird wie auch in der Vergangenheit alles ihr Mögliche unternehmen, hierbei auch die Interessen des Vereins zu berücksichtigen.

Klingt nach einem ziemlichen Hickhack zwischen den beiden Verhandlungspartnern, der nun in die Öffentlichkeit getragen wird. Dennis fühlt sich dabei an anderes erinnert:

Irgendwie erinnert diese Berichterstattung an eine über die Vertragsauflösung eines sehr bekannten Schalke Spielers. Zwar sind in beiden Fällen die Fans auch betroffen. Das eine Mal in der Seele, das andere Mal aber im Geldbeutel.

Seiner Hoffnung, dass Schalke sich daran erinnert ein ökoprofit Unternehmen zu sein kann man sich eigentlich nur anschließen. Es wäre doch wirklich für alle das beste, wenn man eine Regelung findet. Fans können weiterhin schnell und unkompliziert zum Spiel, die Bogestra muss diese nicht kontrollieren und soll natürlich entsprechend entlohnt werden für die Fahrten und Schalke muss sich keine Gedanken darüber machen, wie man die Fans zum Stadion bekommt und wieder nach Hause. Außerdem bleibt trotz aller verkünderter Unverbindlichkeit des VRR Tickets doch die Frage, ob der Aufdruck auf den Dauertickets nicht doch ausgetauscht werden müsste, wenn dieses nicht mehr existiert – auch das würde dem FC Schalke 04 sicher den ein oder anderen Euro kosten.

Also: Nachverhandeln und dafür sorgen, dass man auch weiterhin mit seiner Dauerkarte oder dem Einzelticket zur Arena fahren kann.

Hier übrigens noch ein Bericht der WAZ zu dem Thema.

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Koalitionsergebnis in Baden-Württemberg zu Stuttgart 21

Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 war auch bei den Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg ein stittiger Punkt: Die SPD unterstützt das Projekt, wir GRÜNE lehnen es ab. Am Ende einigte man sich auf einen Volksentscheid nur zu dem Tiefbahnhof:

Problem ist eben nur die Hürde, die momentan bei Volksentscheiden in Baden-Württemberg noch existiert und nach der sich mindestens ein Drittel der Wahlberechtigten gegen den Bau aussprechen müssten. Das sind 2,5 Millionen. Zwar wollen die Koalitionäre das Quorum abschaffen oder zumindest abmildern, aber die CDU hatte sich einer direkteren Bürgerbeiteiligung bisher entgegen gestellt. Mehr Demokratie e.V. fordert diese Änderung ein, fordert aber für den Fall, dass die Verfassungsänderung scheitert, ein alternatives Vorgehen:

„Sollte diese Verfassungsänderung scheitern, rufen wir den Landtag dazu auf, das Mehrheitsvotum der Bürger mit einem eigenen Beschluss umzusetzen. Dies ist rechtlich möglich und politisch geboten.“

Vorher steht aber noch der Stresstest an, der das ganze Unternehmen zum Fall bringen könnte. Nach dem Schlichterspruch sind weitgehende Korrekturen notwendig, die das Budget von 4,5 Milliarden Euro sprengen könnten.

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Solidaritätsdemo zur Stuttgart 21 Eskalation

Nach den Ereignissen am gestrigen Tag in Stuttgart finden heute im gesamten Bundesgebiet Demonstrationen statt. So auch in Gelsenkirchen. Um 19 Uhr wollen wir auf dem Bahnhofsvorplatz gegen die Polizeiaktionen demonstrieren und ein demokratisches Vorgehen einfordern. Dabei werden wir auch für die neue Campact Aktion und den Stuttgarter Appell Unterschriften sammeln.

(Titelbild von Robin Wood unter CC-Lizenz)

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Schokoticket auch für SchülerInnen der Weiterbildungskollegs

Diese Woche war die Ungerechtigkeiten bei den Schülerfahrtkosten Thema im Landtag . SPD und Bündnis 90 / DIE GRÜNEN beantragten  eine Lösung für die Weiterbildungskollegs . Dieser Antrag wurde gegen die Stimmen von CDU und FDP verabschiedet.

In Gelsenkirchen hatten im Juli bereits viele Schülerinnen und Schüler für den Fortbestand dieses Schokotickets für den zweiten Bildungsweg gefordert. In dem Antrag von SPD und Bündnis 90 / DIE GRÜNEN wurde die Landesregierung nun aufgefordert Maßnahmen zu ergreifen, um dieses Problem zu beseitigen. Auch für Gymnasiasten sollen Ungerechtigkeiten beendet werden, die dadurch entstanden, dass im Rah-men des G8-Abiturs der 10. Jahrgang dort zur Sekundarstufe II zählt und Schülerinnen und Schüler am Gymnasium bei den Fahrtkosten gegenüber anderen Schulformen benachteiligt sind.

Für Barbara Oehmichen, Vorstandssprecherin der GRÜNEN in Gelsenkirchen zeigt sich in dem Abstim-mungsverhalten erneut selektive Klientelpolitik von CDU und FDP:

„Während die CDU sich bei Gymnasiasten als Retter aufspielt, obwohl sie in der alten Regierung die ärger-lichen Fehler des G8-Abiturs verursacht hatte, sind ihr die Belange von Schülerinnen und Schülern an Weiterbildungskollegs egal. Diese erhalten seit dem neuen Schuljahr kein Schokoticket mehr. Hintergrund ist eine gesetzliche Lücke, denn die Weiterbildungskollegs fehlen in der Auflistung des Schulfinanzgesetzes. Die alte Landesregierung hatte die gesetzliche Anpassung nicht auf den Weg gebracht. Aus der Haltung ist nicht verwunderlich, dass CDU und FDP im Landtag den Antrag abgelehnt haben, die neue Regierung zum Handeln aufzufordern.“

Das Abstimmungsverhalten von CDU und FDP lässt sich laut Barbara Oehmichen kurz zusammenfassen: „Sozial sind CDU und FDP wohl nur, wenn es Gymnasiasten betrifft.“

Hier kann man sich den entsprechenden Antrag von SPD und GRÜNEN herunterladen.

(Quelle: Grüne Gelsenkirchen)

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Protest gegen Stuttgart 21

In Stuttgart wird der Bahnhof umgebaut. Mehrere Millionen werden für das Prestigeprojekt “Stuttgart 21″ ausgegeben, dessen Sinn mehr als umstritten ist. In Stuttgart gehen regelmäßig tausende auf die Straße, um gegen dieses Unternehmen zu protestieren. Nun kann man auch aktiv werden, wenn man nicht in Stuttgart wohnt: Bei Campact kann man einen entsprechenden Appell unterschreiben. Dort gibt es auch weitere Informationen zu dem Thema.

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Nachtrag in Sachen Schokoticket

Zur Demo für ein Schokoticket im zweiten Bildungsweg haben wir nun auch eine Pressemitteilung herausgegeben:

GRÜNE gratulieren Demonstranten für das Schokoticket

Die GRÜNEN in Gelsenkirchen gratulieren den Demonstranten am Mittwoch zum Erhalt des Schokotickets auch für den zweiten Bildungsweg. Mit ihrem Einsatz haben sie die Prüfung einer Schonfrist von einem Semester erreicht, nun sei die Politik gefragt schnell rechtliche Grundlagen zu schaffen.

Die Abschaffung führt nach den GRÜNEN zu einer unzumutbaren Mehrbelastung für die Schülerinnen und Schüler und gefährdet damit die Bildung und Schulabschlüsse dieser jungen Menschen. Das kann niemand ernsthaft wollen.

Die GRÜNEN werden sich für eine Änderung des Schulfinanzierungsgesetzes auf Landesebene einsetzen. Im Koalitionsvertrag haben GRÜNE und SPD bereits die Rücknahme der von schwarz-gelb eingeführten Kürzungen bei den Schülerfahrtkosten vereinbart.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage von Mario Krüger. Die WAZ hatte heute im übrigen auch über die Demo berichtet.

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Demo für das Schokoticket

Heute nachmittag machten sich rund 100-120 junge Menschen vom Bahnhof auf den Weg zum VRR-Sitz in der Augustastraße und machten dort für gut eine Stunde ein Sit-In, während einige Personen mit dem Verkehrsunternehmen “verhandelten”. Hintergrund bildete die Entscheidung, das Schokoticket nicht mehr für Schulen des zweiten Bildungsweges anzubieten, so dass diese auf teurere Varianten für den ÖPNV umsteigen müssten. Die WDR Lokalzeit hatte gestern auch einen Beitrag dazu gebracht, der hier als Info dienen soll. Im Video taucht auch Sandra Latzke auf, die mit den Jusos Gelsenkirchen federführend an der Organisation der heutigen Demo beteiligt war. Ich habe mal ein wenig gefilmt und sowohl die Sprüche vor Ort, aber auch das Ergebnis des Gespräches mit dem VRR online gebracht. Eine HD Version dürfte heute abend nachgeliefert kommen, das iPhone läd leider nicht mit voller Auflösung hoch.

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Sooo viel Lärm…

Letzten Donnerstag hatten Dennis (Melerski) und ich uns getroffen, um ein Video zur Lärmproblematik an Gelsenkirchener Autobahnen zu drehen. Und wo geht das besser, als  auf einer Autobahnbrücke? Meine Fragen versteht man darum etwas schwerer, aber das Ansteckmikro erfasste die Antworten perfekt. Aber seht selbst:

Mehr zu dem Thema in der Pressemitteilung “Lärmbelastung ernst nehmen” oder bei Irene, die beschreibt wie Lärmschutz funktioniert.

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Was ist eigentlich Lärmschutz?

Jetzt haben wir in den letzten Tagen schon einige male auf den Autobahnlärm an der A2 und A42 hingewiesen und auf die Berichterstattung dazu, aber wie funktioniert Lärmschutz eigentlich? Dieser Frage ist Irene in ihrem Blog nachgegangen. Viel Spaß beim Lesen ;)

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