Archiv für: August, 2008

Grüne Jugend beim Stand der “Indienhilfe Bottroper Realschüler”

Im Rahmen ihrer Kooperation mit der “Indienhilfe Bottroper Realschüler” hatte die Grüne Jugend gestern den Weg nach Bottrop angetreten, um sich dort bei dem allsamstaglichen Stand dieser Organisation mit den ersten Materialien für kommende Aktionen einzudecken.

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Die grünen Jungpolitiker hatten bei der Gelegenheit auch einen Bilderrahmen mit Fotos der Aktionen von Prälat Linse erhalten, welches nun das Fenster der Grünen Geschäftsstelle schmückt. In dieser sammelt die Grüne Jugend nun – neben “normalen” Spenden – auch Altmetall sowie ausländische Münzen oder auch DM Bestände, die dann 1:1 an die Organisation aus Gladbeck weitergegeben werden und auch so für den Bau von Schulen, Internaten und Ausbildungseinrichtungen in Indien genutzt werden.

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Entsprechende Spenden können zu den üblichen Geschäftszeiten der Geschäftsstelle abgegeben werden.

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Zum Krieg in Georgien

Zum Krieg im Kaukasus hatte sich Grünen Vorsitzender Reinhard Bütikofer per Videointerview geäußert:

Vielleicht etwas kürzer sind ein Artikel bei Dennis Bartel und die entspreche Replik in meinem Blog.

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Interview zum Bürgerticket

Nach einem Infostand zum Bürgerticket wurde Irene Mihalic kurz zum Bürgerticket befragt:

Jetzt online an der Umfrage teilnehmen…

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Mit Grün ist keine Pendlerpauschale zu machen

Dies meint zumindest Dennis Bartel in diesem längeren Artikel, indem er sich mit den gestiegenen Benzinpreisen mal schonungslos auseinandersetzt. Sein Fazit:

Mit Bündnis 90/Die GRÜNEN KEINE Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale!

Wir haben für Pendler ansonsten eine Menge anzubieten – Bürgerticket zum Beispiel. Aber wir werden ganz bestimmt nicht aus parteipolitischem Eigennutz Regelungen versprechen die später umso härter wie ein Bumerang zurück in die Bevölkerung schlagen. Ganz sicher nicht.

Viel Spaß beim Lesen…

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Bürgerticket fern der Realität?

Gestern hatte der CDU-Fraktions-Vize Wolfgang Heinberg in einer Pressemitteilung verlautbaren lassen, dass von den Grünen geforderte Bürgerticket “so weit weg von jeder Realität [sei], dass die Idee nur für eine Sommerpressemitteilung taugt.” Ist dem wirklich so? Also ich habe jetzt die Rückzahlung der Uni Duisburg-Essen vorliegen, die ein solches Ticket ja im Rahmen des Semestertickets ermöglicht: 122,42 zahle ich nun dafür um in den nächsten sechs Monaten durch ganz NRW fahren zu dürfen – also etwas mehr als 20 Euro im Monat. Und das was für 30.400 Studenten an der Uni Duisburg-Essen1 möglich ist, bzw. für geschätzte 450.000 bis 500.000 Studenten2 in ganz NRW soll nicht für 10 bis 12 Millionen Menschen3 möglich sein? Und selbst die bisherigen Empfänger eines Monatstickets dürften da nicht den großen Unterschied machen – es sei denn jeder vierte hätte eins der neuen Preisstufe D4, denn ansonsten kommt durch ein Bürgerticket mehr rein, als durch Monatsticket. Klar, ich kenne jetzt den Umsatz über Einzelfahrten jetzt nicht oder habe dies im Detail durchgerechnet, aber diese einfachen Rechnungen zeigen schon, dass sich soetwas durchaus realisieren lässt und damit nicht so weit von der Realität entfernt ist, wenn nur ein politischer Wille interessiert.

  1. Zahlen WS06/07 nach Wikipedia []
  2. geschätzt nach einigen Artikeln aus dem Netz []
  3. 18 Mio. Einwohner in NRW abzüglich Menschen unter 15 und sozial Schwache []
  4. 86 Euro []
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Besuch der „Indienhilfe Bottroper Realschüler” – Auf eine gute Zusammenarbeit!

Am 11.07.2008 besuchte Prälat Rolf Linse die Grüne Jugend, um uns die „Indienhilfe Bottroper Realschüler” in einem Dia-Vortrag vorzustellen. Bei Kaffee bzw. Tee und Gebäck ist unsere kleine aber gemütliche Runde von 7 Mitgliedern (Kevin, Patrick, Katha, Simon, Johanna, Frauke und Ada) rund drei Stunden den Ausführungen des engagierten Pfarrers gefolgt, wobei persönliche Nachfragen am Ende der Veranstaltung den Einblick in die Arbeit der Organisation vertieften.

Präsentation von Prälat Rolf Linse

Präsentation von Prälat Rolf Linse

Wie es zum Kontakt kam

Ada hat Prälat Linse rein zufällig an seinem wöchigen Marktstand während eines Bottroper Stadtfestes angetroffen und kam mit ihm ins Gespräch. Dabei wurde festgehalten, dass eine Zusammenarbeit erstrebenswert sei und Kontakt miteinander aufgenommen werden soll. Daraufhin gab es einen kurzen Briefwechsel bis ein Termin für den Dia-Vortrag gefunden wurde.

Der Dia-Vortrag

Bei unserem Treffen hat Prälat Linse, der über 20 Mal selbst in Indien bei den Projektstationen vor Ort war, die „Indienhilfe Bottroper Realschüler” lange und detailreich vorgestellt und damit der Grünen Jugend Gelsenkirchen ein genaues Bild von ihrem Engagement vermittelt. Dabei waren besonders die Dia-Bilder eindrucksvoll, die einerseits die von starker Armut bzw. Behinderung betroffenen Inder in einer bewundernswerten Zufriedenheit angesichts ihrer Lebensumstände zeigten und andererseits den rasanten Fortschritt bei dem Bau von verschiedenen Einrichtungen dokumentierten. Besonders reizend fanden wir die Geste des Prälats, jedem von uns einen kleinen Jute-Elefanten-Anhänger zu schenken und uns ausführliche Broschüren auszuhändigen.

Ein Elefant als Gastgeschenk

Ein Elefant als Gastgeschenk

Das Profil der „Indienhilfe Bottroper Realschulen”

Hier ein paar interessante Informationen aus dem Vortrag:

  • Die Indienhilfe betreibt 59 Hilfsprojekte in 10 indischen Staaten. Dabei ist es für die in katholisch-kirchlicher Trägerschaft stehende Organisation nicht von Bedeutung, welchem Glauben die Bedürftigen anhängen. Die Spenden kommen gänzlich in den Projekten an, denn die Überweisungskosten trägt das Bistum Essen.
  • Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Unterstützung von indischen Menschen mit Behinderung: Mit 11 Ausbildungsstätten mit zum Teil auf eine bestimmte Behinderung ausgerichteten Einrichtungen wird Gehörlosen, Blinden und körperlich Behinderten eine berufliche Ausbildung ermöglicht, die sie wieder in die Gesellschaft eingliedern soll. Geistig behinderte Menschen werden so weit es geht geschult und gefördert und leben oftmals in Internaten.
  • Neben einer Behinderung ist das Geschlecht ein bedeutender Grund für den sozialen Abstieg in Indien. Mädchen und Frauen haben eine kaum vorstellbare Diskriminierung zu erleiden, sie werden als Menschen „zweiter Klasse” betrachtet. Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden Hochzeiten immer noch arrangiert und an der Mitgift ausgerichtet; besonders grausam sind daher die Mitgift-Morde an jungen Bräuten. Deshalb legt die Indienhilfe in ihren 7 Schulen und 10 Internaten darauf wert, dass mindestens 50 % der Schüler weiblich sind. Staatliche Schulen hingegen werden mit einem Mindestanteil von 80% von männlichen Schülern dominiert. Selbst die indischen Regierungen erkennen die Besonderheit der Schulen der Indienhilfe mit Auszeichnungen an.
  • Die Bedeutung von Schulen und einer nachhaltigen (Grund-)Bildung ist besonders dann erkennbar, wenn man bedenkt, dass in Indien Hunderte von geografisch gebundenen Sprachen gesprochen werden. Mit der Erlernung von Englisch und Hindi sind eine indienweite und behördliche Verständigung und der Zugang zu einer höheren Schule möglich. Ein besonders schönes Beispiel nannte uns Prälat Linse von einem armen behinderten Jungen, der es bis zum Musikprofessor an einer Hochschule geschafft hatte.
  • Da es in Indien keine gesetzliche vorgeschriebene Krankenversicherung gibt und die medizinische Versorgung für die Armen nicht zu bezahlen ist, hat die Organisation 8 Betten in einem Krankenhaus „gekauft”, so dass hier 400 Patienten im Jahr unentgeltlich versorgt werden können. Auch wurde das Medizinstudium von 3 Ordensschwestern finanziert, denen auferlegt wurde, Bedürftige kostenlos zu versorgen.
  • Mit dem Bau von neuen Einrichtungen oder dem Ausbau bestehender Komplexe wird besonders auf dem Land Tagelöhnern für mehrere Monate eine gut bezahlte Arbeit geboten, so dass der positive Effekt der Baumaßnahmen auch den Menschen zugute kommt, die nicht direkt von den Einrichtungen profitieren.
  • Die Indienhilfe vermittelt mit ihrer Arbeit ein Verständnis von Gleichheit und Hilfsbereitschaft: Jungen und Männer lernen, dass Mädchen und Frauen auch Würde haben und gleichberechtigt sind, Inder mit Behinderungen werden in ihr Heimatdorf integriert, wohlhabende Dorfbewohner spenden regelmäßig Nahrung an die Bedürftigen in ihrem Ort.An dieser Stelle sei das Bespiel genannt, dass ein Vater, der seine beiden Töchter nicht auf eine Schule schicken wollte, zumindest seinen Sohn, der eine Schule der Indienhilfe besucht, damit beauftragt hat, ihnen die Grundzüge in Sprache und Mathematik nach der Schule Zuhause beizubringen.

Die Zusammenarbeit

Die Grüne Jugend Gelsenkirchen hat in ihrer Zusammenarbeit mit der „Indienhilfe Bottroper Realschüler” ihr Hauptaugenmerk auf die Felder Bildung und Frauenförderung gelegt und möchte mit ihren Spenden und Möglichkeiten gezielt die entsprechenden Projekte fördern.

Was wir planen

Bald wird es eine Collage der Indienhilfe im Schaufenster des Grünen-Büros geben. Unsere erste Zusammenarbeit wird darin bestehen, dass wir der Organisation Jute-Taschen für eine unserer Aktionen abnehmen; zu diesem Zwecke werden wir Prälat Linse an seinem Stand besuchen, der jeden Samstag am Bottroper Markt zu finden ist. Wir haben bereits eine Spendendose für die Indienhilfe eingerichtet, auf die wir bei allen unseren Aktionen hinweisen wollen. Ferner werden wir den Erlös von möglichen Fair-Trade-Verkaufsständen an die Organisation weiterleiten und besonders auf dem Neujahrsempfang der Grünen in Gelsenkirchen versuchen, über eine Tombola Spenden zu mobili-sieren. Besonders in der Weihnachtszeit wird es sich lohnen, die Jute-Figuren der Indienhilfe, die es nicht nur als Elefanten gibt, als Weihnachtsbaumschmuck zu verkaufen. Gerne arbeiten wir mit anderen Grüne-Jugend-Basisgruppen oder Organisationen zusammen, wenn sich die Gelegenheit und eine gute Idee bieten. Also einfach melden.

Ansonsten freuen wir uns, wenn die Gelsenkirchener Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre alten (auch DM- und fremdländische) Münzen, Altmetall und (benutzte) Briefmarken in der Geschäftsstelle der Grünen abgeben, da diese Gegenstände „zu Euros gemacht” werden können, die an die „Indienhilfe Bottroper Realschulen” weitergeleitet werden.

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Sozialticket vs. Bürgerticket

An verschiedenen Stellen – unter anderem den Kommentaren zum WAZ Artikel – wird das Sozialticket in direkter Verbindung zum Bürgerticket genannt, als wären das zwei Dinge, die sich gegenüberstehen. Die Grünen setzen sich in Gelsenkirchen aber sowohl für das Sozialtickets ein, wie auch für ein Bürgerticket. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Es handelt sich im Prinzip um zwei Schritte: In der Praxis hat natürlich das Sozialticket vorrang, weil es schneller und drängender ist. Es bringt nichts, wenn sozial Schwache warten müssen, bis der mühsame Weg eines Bürgertickets abgeschlossen ist – dabei befindet sich dieses ja noch in der Konzeptionsphase. Und so arbeiten die Grünen im Sozialausschuss und überregional ganz konkret an der Überlegung, wie man ein solches Sozialticket auch in Gelsenkirchen hinbekommen kann. Und daneben finden wir einen kostenlosen ÖPNV auch so wichtig, dass wir diese Frage in Form eines Bürgertickets für alle Menschen weiter bearbeitet werden. Und weil man dort noch ganz am Anfang steht gibt es eben die Umfrage. Aber bis dahin ist es natürlich ein weiter Weg…

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WAZ berichtet über Bürgerticket Aktion

Die WAZ berichtete bereits gestern in einem längeren Artikel über die Infostände des Grünen Kreisverbandes im Bezug auf die Umfrage zum Bürgerticket. Aktueller Zwischenstand im übrigen: 145 Umfrageteilnehmer. Wer nicht online teilnimmt, findet den nächsten Stand am 6. August von 15 bis 17.30 Uhr in Horst an der Ecke Essener und Buerer Straße.

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