Protest gegen PRO NRW
Wie absehbar war, hatte Pro NRW heute seinen Parteitag im Schloss Horst. Grund genug auch für uns um 9 Uhr den Weg dorthin anzutreten und gegen die Politik dieser “Bürgerbewegung” zu demonstrieren.
Zu Beginn war der Platz noch überschaubar gefüllt, eine Bühne war von der Demokratischen Initiative (DI) für die gemeinsame Kundgebung der DI und des Bündnis gegen Rechts bereits aufgestellt, dennoch begrüßte uns zuerst Gesang und eine Rede der MLPD und ihren Unterorganisationen. Naja, da muss man an einem solchen Tag wohl durch und mit Jusos, Falken und Schokofront gab es ja noch andere Gesprächspartner, die einen über diese Zeit retteten.
Um 11.30 Uhr begann dann die Aktion auf der Bühne mit einigen Grußworten – unter anderem auch von Kevin, der dort seine erste kleine “Rede” für die Grüne Jugend gehalten hat – zusammen mit Vertretern der Jusos, Schalker Fan-Ini und dem Leiter der Gruppe Nazis raus aus facebook. Die Redebeiträge gibt es hier als durchaus etwas verpixeltes Video – aber es kommt ja eh auf den Inhalt an
Und dann wurd es auch voller, denn für 13 Uhr kündigte sich Oberbürgermeister Frank Baranowski an. Als er mit seiner Rede begann, wurde es dann auch durchaus ruhiger, aber lange konnte ich seiner – zumindest soweit ich sie mitbekommen hatte sehr guten – Rede über die Demokratie und die Grundrechte nicht folgen, denn dann kamen doch doch noch einige Pro NRWler durch den Vordereingang, die dann mit Pfeifkonzert begrüßt wurden.
Ansonsten wurde Pro NRW jedoch durch einen Nebeneingang ins Schloss geführt, so dass man diesbezüglich nur wenig zu tun bekam. Aber dennoch wurde trotz Regen viel Lärm gemacht, um Pro NRW den Parteitag unbequem zu machen.
Einen sehr guten Bericht zum Parteitag findet man auch bei den Ruhrbaronen oder Indymedia. Bei erstem auch – dieser Abstecher sei erlaubt – auch ein Hinweis auf ein Gespräch mit einem MLPD Funktionär:
Ein Freund von mir kam auf der Demo ins Gespräch mit einem jungen MLPD-Aktivisten, der mit großem Eifer den Hitler-Stalin-Pakt verteidigte.
Und da fragt man sich noch, wieso man mit diesen nicht kooperiert.
Tags: Bündnis gegen Rechts, Falken, Grüne Jugend, Jusos, MLPD, Pro NRW, Protest, SchokofrontÄhnliche Beiträge
Patrick Jedamzik ist Kreisgeschäftsführer der GRÜNEN. Kommunalpolitisch ist er Bezirksvertreter in Gelsenkirchen-Mitte und Sachkundiger Bürger im Kreispolizeibeirat. Neben seinen politischen Engagement studiert er Politikwissenschaften, Geschichte und VWL an der Universität Duisburg-Essen.
4 Kommentare
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[...] Heute war die rechtspopulistische Partei Pro NRW aufgrund ihres Parteitages in Gelsenkirchen. Im Schloss Horst fand diese Veranstaltung statt, Grund genug, um den halben Tag auf dem Marktplatz gegenüber zu verbringen. Mehr auf Grünes Gelsenkirchen. [...]
Ich möchte in diesem Zusammenhang nur noch ergänzen, dass auch die Katholische Gemeinde St. Hippolytus ihren Beitrag gegen den Landesparteitag von PRO NRW geleistet hat, in dem sie nämlich bereits schon am Samstag auf ihrem Gemeindefest PRO NRW schon die ‘rote Karte’ wegen Rassismus gezeigt hat.
Ebenfalls hat Pfarrer Gerd Rüsing als kirchlicher Vertreter der katholischen Kirche auf der Demonstrationsveranstaltung am Sonntag gegen PRO NRW noch einmal deutliche Worte der Ablehnung von PRO NRW gefunden, in dem er an die Adresse von PRO NRW gerichtet in seiner Rede gesagt hat: “Sie haben hier in Horst kein Gastrecht!”. – Worte, die nichts an Eindeutigkeit vermissen lassen!
Lieben Gruß!
Gerd
Manueller Trackback:
http://hometown-glory.de/2009/06/15/pro-nrw-parteitag/
Dafür bekommt Pfarrer Gerd Rüsing jetzt die Retourkutsche von Pro-NRW und wird mit einem Nazi aus dem dritten Reich gleichgestellt. ZitatM arkus Wiener:
“Pfarrer Rüsing verkörpert meiner Meinung nach das genaue Gegenteil eines ‚guten Hirten’ und „Seelsorgers“. Er erinnert mich beinahe an Geistliche im 3. Reich”