Bildungsstreik in Gelsenkirchen und Einschüchterung an Schulen

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Diese Woche findet bundesweit der Bildungsstreik statt. Wie auch in vielen anderen Städten protestieren in Gelsenkirchen  morgen um 10 Uhr Schüler und Studenten gegen die Zustände im Bildungssystem. Aufgerufen zu der Demo haben Grüne Jugend, Jusos, Schokofront, Falken und DGB Jugend. Ob nun ein selektierendes Schulsystem, das Turbo-Abitur, Studiengebühren, überfüllte Hörsäle und Leistungdruck. Aber die genauen Ziele kann man vielleicht beim Kaktus oder der Bildungsstreikseite Münster besser nachlesen, die offizielle Seite ist leider grade nicht erreichbar. Mir geht es in diesem Beitrag vor allem um etwas anderes:

Es ist der Umgang mit Schülern an einigen Schulen. Also man mag darüber streiten, ob es eine Schule nun gutheißen muss, wenn ein Schüler an dieser Demo während der Schulzeit teilnimmt. Ich persönlich halte es für vertretbar und war während meiner Schulzeit auch bei einigen Sternmärschen zwangsweise dabei, obwohl sie mich damals nicht im geringsten interessierten. Wenn nun also jemand einen Tag an einer Demo teilnimmt halte ich das eher für Ausdruck von politischem Interesse, welches bei der Jugend zu fördern ist. Man kann dann sogar Entschuldigungen oder Bestätigungen von Bezirksschülervetretungen oder den Veranstaltern als Entschuldigungen fordern, damit nicht der Gang vor den heimischen Fernseher mit der Demo entschuldigt wird. Aber okay, Schüler haben kein Streikrecht.

Eine Einschüchterung ist es aber, zu behaupten, Schüler würden von der Schule fliegen, wenn sie an der Demo teilnehmen! Hier wird bewusst Angst geschaffen, um Schüler von der Demonstration abzuhalten. Und um es ganz deutlich zu machen: Ein Fehltag an der Schule hat noch nie dazu geführt, dass jemand von der Schule fliegt. Das schlimmste, was passieren kann, sind einige Fehlstunden auf dem Zeugnis. (Natürlich nicht, wenn eine Klausur oder so ansteht, dann sind die Konsequenzen weitreichender, also dann lieber zähneknischend die Klausur schreiben :D )

Hierzu auch ein Bericht aus der Lokalzeit Düsseldorf, der genau dieser Frage nachgeht. (Vielen Dank an Marc, der dies entdeckt und dann zur Verfügung gestellt hat)

Wer morgen hingeht, obwohl die Schule es verboten hat, leistet damit nicht mehr als zivilen Widerstand. Und schlimmer als derjenige, der die Schule schwänzt um mal in Ruhe auszuschlafen, ist es auch in keinem Fall. Schon traurig genug, dass es überhaupt gleichgesetzt wird, anstatt für diesen einen Tag mal ein Auge zuzudrücken. Aber die Landesregierung kann mit Kritik vielleicht einfach nicht souverän umgehen.

Also: Lasst euch nicht einschüchtern! Wenn ihr Protest gegen das Bildungssystem zeigen wollt, dann geht das Risiko einiger Fehlstunden ein. Meldet euch, wenn euch mit Schulverweis oder ähnlichem bei Teilnahme gedroht wird. Ich denke im Bündnis wird man das noch besprechen müssen und ich persönlich halte eine politische Reaktion für ein solches Vorgehen für entscheidend. Also sendet mir eine Email an Patrick-at-Jedamzik.de oder sprecht morgen bei der Demo jemanden ein. Nochmal die Fakten: Um 10 Uhr geht es am Bahnhofsvorplatz los – und es gibt kostenloses Wassereis ;)

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Religion oder Ethik

Heute findet in Berlin eine Volksabstimmung zur Frage Religionsunterricht an Schulen statt. Der bisherige Ethikunterricht soll gleichwertig als Wahlmöglichkeit den herkömmlichen Religionsunterricht hinzubekommen. In meinem Blog habe ich spontan einige Gedanken heruntergeschrieben, die sich wahrscheinlich am ehesten mit der Frage “Wozu?” umschreiben lassen. Antworten dort oder – nach Lektüre – natürlich auch gerne hier ;)

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Grüne Jugend beim Stand der “Indienhilfe Bottroper Realschüler”

Im Rahmen ihrer Kooperation mit der “Indienhilfe Bottroper Realschüler” hatte die Grüne Jugend gestern den Weg nach Bottrop angetreten, um sich dort bei dem allsamstaglichen Stand dieser Organisation mit den ersten Materialien für kommende Aktionen einzudecken.

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Die grünen Jungpolitiker hatten bei der Gelegenheit auch einen Bilderrahmen mit Fotos der Aktionen von Prälat Linse erhalten, welches nun das Fenster der Grünen Geschäftsstelle schmückt. In dieser sammelt die Grüne Jugend nun – neben “normalen” Spenden – auch Altmetall sowie ausländische Münzen oder auch DM Bestände, die dann 1:1 an die Organisation aus Gladbeck weitergegeben werden und auch so für den Bau von Schulen, Internaten und Ausbildungseinrichtungen in Indien genutzt werden.

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Entsprechende Spenden können zu den üblichen Geschäftszeiten der Geschäftsstelle abgegeben werden.

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Grüne unterstützen Initiative der Schülervertretung gegen „Kopfnoten“

Am heutigen Freitag haben die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal ihr Zeugnis mit den sechs neuen Kopfnoten erhalten. Neben Mathematik, Englisch oder Sport werden nun u.a. „Konfliktverhalten”, „Kooperationsfähigkeit” oder „Selbstständigkeit” bewertet. Die Landesschülervertretung NRW ruft für Samstag, d. 19.1. ab 14 Uhr zu einer Demo gegen Kopfnoten in Düsseldorf auf. Ausgangspunkt ist der Düsseldorfer Hauptbahnhof.Auch die Gelsenkirchener Grünen unterstützen die Initiative „Kopfnoten abschaffen” der Landesschülervertretung NRW. Sie haben für dieses Anliegen nach der Zeugnisvergabe vor dem Schalker Gymnasium Unterschriften gesammelt.

Die anwesende Bezirksschülersprecherin Victoria Schmitz zeigte sich „sehr erfreut über die Aktion der Grünen”. Die Schülervertretungen Gelsenkirchens würden sich auch weiterhin gegen die Vergabe von Kopfnoten einsetzen. „Wir kämpfen dafür”, so Schmitz, „dass Kopfnoten in den Sommer-Zeugnissen nicht mehr auftauchen. Da wird es schließlich auch um die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt gehen!”.

„Kopfnoten öffnen der Willkür Tür und Tor!” ist sich auch Paul Humann, bildungspolitischer Sprecher der Gelsenkirchener Grünen sicher, „Sie sind subjektiv und allein die Vergabe von Kopfnoten kostet viel Zeit, die den Lehrkräften für eine gute Betreuung der Schülerinnen und Schüler fehlt! Elternsprechtage werden gekürzt, Unterricht fällt aus – das alles steht in keinem logisch begründeten Verhältnis zur Einführung von Kopfnoten.”

Die GEW hat ausgerechnet, dass LehrerInnen in NRW für die Notenvergabe insgesamt eine Leistung aufbringen müssen, die 1.100 Lehrerstellen entspricht.

In vielen Schulen habe man sich deshalb auf eine „Einheitsnote” geeinigt, von der nur im Ausnahmefall abgewichen werden soll. „Auch solche Regelungen”, kritisiert Humann, „zeigen die Willkürlichkeit des Systems: Während die eine Schule Note 1 als Standard setzt, verteilt die andere im Normalfall Note 2; das ist extrem ungerecht für die betroffenen Schülerinnen und Schüler.”

Die Gelsenkirchener Grünen werden die Initiative „Kopfnoten abschaffen!” der Landesschülervertretung NRW auch weiterhin unterstützen. SchülerInnen und Eltern werden aufgerufen, gegen die Kopfnoten Beschwerde einzureichen. Formulare und weitere Informationen finden sich unter www.kopfnoten-abschaffen.de.

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