Freiheit statt Angst
Am 12.September in Berlin? Dann geh doch zur Demo “Freiheit statt Angst”:
Weitere Informationen und Forderungen finden sich unter www.freiheitstattangst.de.
Schreibe einen KommentarBildungsstreik in Gelsenkirchen und Einschüchterung an Schulen
Diese Woche findet bundesweit der Bildungsstreik statt. Wie auch in vielen anderen Städten protestieren in Gelsenkirchen morgen um 10 Uhr Schüler und Studenten gegen die Zustände im Bildungssystem. Aufgerufen zu der Demo haben Grüne Jugend, Jusos, Schokofront, Falken und DGB Jugend. Ob nun ein selektierendes Schulsystem, das Turbo-Abitur, Studiengebühren, überfüllte Hörsäle und Leistungdruck. Aber die genauen Ziele kann man vielleicht beim Kaktus oder der Bildungsstreikseite Münster besser nachlesen, die offizielle Seite ist leider grade nicht erreichbar. Mir geht es in diesem Beitrag vor allem um etwas anderes:
Es ist der Umgang mit Schülern an einigen Schulen. Also man mag darüber streiten, ob es eine Schule nun gutheißen muss, wenn ein Schüler an dieser Demo während der Schulzeit teilnimmt. Ich persönlich halte es für vertretbar und war während meiner Schulzeit auch bei einigen Sternmärschen zwangsweise dabei, obwohl sie mich damals nicht im geringsten interessierten. Wenn nun also jemand einen Tag an einer Demo teilnimmt halte ich das eher für Ausdruck von politischem Interesse, welches bei der Jugend zu fördern ist. Man kann dann sogar Entschuldigungen oder Bestätigungen von Bezirksschülervetretungen oder den Veranstaltern als Entschuldigungen fordern, damit nicht der Gang vor den heimischen Fernseher mit der Demo entschuldigt wird. Aber okay, Schüler haben kein Streikrecht.
Eine Einschüchterung ist es aber, zu behaupten, Schüler würden von der Schule fliegen, wenn sie an der Demo teilnehmen! Hier wird bewusst Angst geschaffen, um Schüler von der Demonstration abzuhalten. Und um es ganz deutlich zu machen: Ein Fehltag an der Schule hat noch nie dazu geführt, dass jemand von der Schule fliegt. Das schlimmste, was passieren kann, sind einige Fehlstunden auf dem Zeugnis. (Natürlich nicht, wenn eine Klausur oder so ansteht, dann sind die Konsequenzen weitreichender, also dann lieber zähneknischend die Klausur schreiben
)
Hierzu auch ein Bericht aus der Lokalzeit Düsseldorf, der genau dieser Frage nachgeht. (Vielen Dank an Marc, der dies entdeckt und dann zur Verfügung gestellt hat)
Wer morgen hingeht, obwohl die Schule es verboten hat, leistet damit nicht mehr als zivilen Widerstand. Und schlimmer als derjenige, der die Schule schwänzt um mal in Ruhe auszuschlafen, ist es auch in keinem Fall. Schon traurig genug, dass es überhaupt gleichgesetzt wird, anstatt für diesen einen Tag mal ein Auge zuzudrücken. Aber die Landesregierung kann mit Kritik vielleicht einfach nicht souverän umgehen.
Also: Lasst euch nicht einschüchtern! Wenn ihr Protest gegen das Bildungssystem zeigen wollt, dann geht das Risiko einiger Fehlstunden ein. Meldet euch, wenn euch mit Schulverweis oder ähnlichem bei Teilnahme gedroht wird. Ich denke im Bündnis wird man das noch besprechen müssen und ich persönlich halte eine politische Reaktion für ein solches Vorgehen für entscheidend. Also sendet mir eine Email an Patrick-at-Jedamzik.de oder sprecht morgen bei der Demo jemanden ein. Nochmal die Fakten: Um 10 Uhr geht es am Bahnhofsvorplatz los – und es gibt kostenloses Wassereis
Nachtrag zu den Gegenprotesten in Köln
Als kleiner Nachtrag zu meinem Bericht von den Gegenprotesten gegen PRO NRW in Köln soll nun noch auf einen Artikel beim roten Emscherboten hingewiesen werden. Sorry für die vielen kleinen Linkverweise heute, aber ich wollte nicht, dass dies nur als kleines Update im früheren Artikel untergeht
Protest gegen Pro NRW Kundgebung in Köln
Es ist jetzt schon fast eine Woche vorbei, aber dennoch bin ich diesen kleinen Bericht noch schuldig – auch wenn nicht sooo viel zu berichten ist
Denn – um das vorweg zu nehmen: Die Polizei hatte den Kundgebungsplatz von Pro NRW extrem gut abgesichert. Am Bahnhof Köln Deutz angekommen kam man nur an einer Seite raus und der Weg gen Norden war gut gesichert:

Ein erster Spaziergang führe zu nicht viel mehr als einer Portion Eis im Hörnchen und der Erkenntnis dass auch das größere Umfeld mit Polizeiautos vollgestellt ist:

Aber dann versuchte man eben doch noch näher dran zu kommen. Tja, und so wurde nochmal gelaufen: Fast 2 Stunden lang, über 5 Kilometer mit einigem Suchen:
Schreibe einen KommentarGrüner Infostand bei der 1. Mai-Kundgebung
Infostand mit Wolfgang Küppers, Dennis Bartel und Jürgen Pastowski.
An der Mai-Kundgebung des DGB 2008 waren wir auch wieder wie im letzen Jahr mit einem kleinen Infostand am Start. Mit Dennis und Jürgen um mich herum wollte ich über die Beschlüsse der Grünen zum Mindestlohn, zur Grünen Grundsicherung und gegen Alterarmut informieren.
Zwar haben wir kaum Material verteilt, aber die Grünen mit einem Stand bei der DGB-Kundgebung ist ein Signal an sich, dass sehr wohl wargenommen wurde.
Viele bekannte Grüne mit beim Demonstrationszug dabei, z. B. Bernd Matzkowski, Ulla Schlauch und Manni Beck, um nur Einige zu nennen. Einen besonderen Dank an Dennis, der tatsächlich mit einer grünen Fahne im Zug dabei war.
Das lässt mich darauf schließen, dass die Mai-Kundgebung am Tag der Arbeit bei den Grünen eine weitaus tiefere Verhaftung hat als allgemein angenommen wird.
Leider habe ich vom Stand aus nichts von den Reden mitbekommen. Aber das zentrale Thema ist der Mindestlohn. Auch wenn wir in unseren Debeatten schon darüber hinaus sind, ist es dennoch wichtig, sich bei diesem Anlass zu zeigen. Damit dokumentieren wir, dass wir auch in der Sozialpolitik etwas unmittelbar für die Leute bewirken wollen.
Ich denke, dass wir uns im nächsten Jahr etwas mehr Zeit für die Vorbereitung des Infostandes an der Mai-Kundgebung nehmen können und uns dafür zumindest etwas leichter verständliches Infomaterial besorgen – damit der Kern unserer Konzepte gleich ins Auge springt und besser überzeugt.
Gelsenkirchener Grüne empört über Schließungspläne von Nokia – Aufruf zur Teilnahme an Kundgebung
Die Gelsenkirchener Grünen sind empört über die Pläne von Nokia, das Bochumer Werk zu schließen. „Die Politik von Nokia ist in keiner Weise nachvollziehbar”, so Wolfgang Küppers, Vorstandssprecher der Gelsenkirchener Grünen. „Das Werk arbeitet hoch profitabel und die Infrastruktur ist hervorragend. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen erst 88 Millionen Euro Subventionen einsteckt, und sich dann einfach davon stiehlt!”
Die Gelsenkirchener Grünen rufen dazu auf, sich an der geplanten Großkundgebung für den Erhalt von Nokia in Bochum zu beteiligen. Die von der IG-Metall organisierte Demo beginnt am Dienstag, d. 22. Januar um 5 vor 12 am Nokia-Werk in Bochum, Meesmannstraße 103.
„Nokia ist einer der wichtigsten Arbeitgeber für das Ruhrgebiet.,”, so Küppers, „Auch viele Gelsenkirchener fahren täglich mit der Nokia-Bahn zu ihrem Arbeitsplatz in den Bochumer Norden. Wir hoffen, dass sich die Nokia-Geschäftsleitung dazu bewegen lässt, Verantwortung für eine Region zu übernehmen, in der das Unternehmen überhaus erfolgreich seit knapp 20 Jahren produziert.”
1 Kommentar bis jetztGegenaktionen zur NPD
Am gestrigen Mittwoch hatte sich die NPD entschlossen einen Stand für den Bahnhofsvorplatz anzumelden, um damit gegen “Deutschenfeindlichkeit” zu demonstrieren. Viel wurde nicht daraus, weil viele Menschen aller Nationalitäten ein Problem damit haben, wenn Fremdenfeindliche gegen Deutschenfeindlichkeit demonstrieren. So war der Stand der rund 20 Nazis von einer Menschenmenge mit über 120 Personen umstellt, die in Sprechchören oder später mit dem Megafon aus dem nahen Grünen Büro für einigen Wirbel sorgten. Einen weiteren Bericht gibts unter PatJe.de.
Klimaschutzdemo in Neurath
Einen Bericht und Bilder der Klimademo in Neurath findet sich bei PatJe.de.
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