Protest gegen Nazi-Aufmarsch am 4.September
Dortmund soll am 4. September wieder zum Schauplatz eines großangelegten Neonazi-Aufmarsches werden. Bis zu 1.500 Rechtsextreme aus dem In- und Ausland wollen zum sechsten Mal in Folge um den 1. September in der Ruhrgebietsmetropole aufmarschieren – dem Tag, an dem als Antikriegstag der Millionen Toten des zweiten Weltkriegs gedacht wird.
Dortmund hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum der gewaltbereiten rechtsextremistischen Szene um die autonomen Nationalisten in Westdeutschland entwickelt. Besorgniserregend waren die Überfälle auf die 1. Mai-Demo 2009 und vor wenigen Tagen auf die linke Szenekneipe „Hirsch Q“.
Dortmund soll mit seiner multikulturellen Bevölkerung eine tolerante und weltoffene Stadt bleiben. Deshalb rufen wir zum friedlichen Protest auf. An der zentralen Gegenkundgebung des Dortmunder Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus „Bunt statt Braun“ nimmt u. a. die Grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth teil (Nordmarkt, 12.00 – 14.00 Uhr). Im Anschluss an diese Kundgebung unternehmen die Dortmunder Grünen eine Fahrradtour, die in der Nordstadt beginnt und die auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld endet. Dort findet anschließend ein Friedensfest statt.
Wir Grüne setzen der menschenverachtenden Ideologie der Neonazis zivilgesellschaftlichen Widerstand entgegen.
Schreibe einen KommentarAktion gegen Atomenergie bei FDP in Dortmund
Die schwarz-gelbe Bundesregierung hält weiterhin an der Atomenergie fest, obwohl eigentlich alles dagegen spricht, weiterhin an dieser Energieart festzuhalten. Darum ruft Campact zu einem “Heißen Sommer” auf, bei dem Mitglieder der Regierungsparteien ermutigt werden sollen, sich gegen diese Planungen zu stellen.
Den Auftakt bietet eine Aktion am kommenden Montag von 12 bis 13 Uhr in Dortmund beim Büro vom FDP-Abgeordneten Michael Kauch. Seien Sie dabei und helfen Sie so weiterhin Druck für den Atomausstieg zu machen.
1 Kommentar bis jetztNazi-Überfall auf DGB Demo in Dortmund
Bevor ich gleich – so es mein UMTS Stick zulässt – einen kleinen Bericht der Demo zum 1.Mai und dem dortigen Jugendblock reinstelle, etwas unfreundlichere Nachrichten aus Dortmund. Dort wurde die Demonstration des DGB völlig unvermittelt von Nazis angegriffen. Im Bericht von DerWesten.de heißt es dazu:
Die äußerst gewaltbereiten Rechtsradikalen warfen Steine in Richtung der Kundgebungsteilnehmer. Wie Beobachter berichten, kam es auch zu Handgreiflichkeiten und körperlichen Auseinandersetzungen am Ende des Zuges in der Innenstadt. Mehrere Polizeibeamte sollen verletzt worden sein. Offenbar griffen die Neonazis den Zug völlig überraschend aus dem Hinterhalt an, nachdem sie von einer U-Bahn-Haltestelle und vom Hauptbahnhof herangestürmt waren. (…) Später zogen die Rechten marodierend durch die Innenstadt. Ein Polizeiwagen wurde demoliert, Außenspiegel parkender Fahrzeuge abgetreten.
In den teilweise unterirdischen Kommentaren unter dem Artikel werden zur Verharmlosung dieser Tat gerne linksextreme Aktivitäten hervorgeholt. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Unrecht kein anderes begründen kann, muss man einfach mal festhalten, dass der DGB mit Sicherheit nicht mal annähernd als Linksextrem angesehen werden kann. Was hier geschehen ist, ist kein Scharmützel zwischen extremen Gruppen, es war der Angriff auf die Mitte der Gesellschaft. Hitler nutze die Einführung des Tages der Arbeit im Jahr 1933, um am Tag darauf die Gewerkschaften zu verbieten und gleichzuschalten. Offensichtlich halten es seine geistigen Erben für eine gute Idee den Tag heute für etwas ähnliches zu nutzen. Von daher gilt wie immer: Wehret den Anfängen!
Übrigens schon gewusst? In NRW heißt der Tag offiziell “Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde” – finde ich zwar etwas zu lang anstatt “Tag der Arbeit”, inhaltlich aber schöner
Und ob die Rechten einen Tag für “Völkerversöhnung und Menschenrechte” wirklich feiern wollen, ist dann ja noch eine andere Frage.
