Verbot von Flatrate-Parties gegen Alkoholmissbrauch?

Oberbürgermeister Baranowski möchte dem “Koma-Saufen” von Jugendlichen den Kampf angsagen! Dieses Versprechen kann man einem WAZ-Artikel von heute entnehmen. Soweit so gut. Erfreulich, dass die Stadtspitze sich in Sachen Jugendschutz bewegen möchte. Schließlich hatte vor über einem Jahr bereits unser Bezirksverordneter in der BV Nord, Karl Henke, in einer Anfrage …

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Bildungsstreik in Gelsenkirchen und Einschüchterung an Schulen

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Diese Woche findet bundesweit der Bildungsstreik statt. Wie auch in vielen anderen Städten protestieren in Gelsenkirchen  morgen um 10 Uhr Schüler und Studenten gegen die Zustände im Bildungssystem. Aufgerufen zu der Demo haben Grüne Jugend, Jusos, Schokofront, Falken und DGB Jugend. Ob nun ein selektierendes Schulsystem, das Turbo-Abitur, Studiengebühren, überfüllte Hörsäle und Leistungdruck. Aber die genauen Ziele kann man vielleicht beim Kaktus oder der Bildungsstreikseite Münster besser nachlesen, die offizielle Seite ist leider grade nicht erreichbar. Mir geht es in diesem Beitrag vor allem um etwas anderes:

Es ist der Umgang mit Schülern an einigen Schulen. Also man mag darüber streiten, ob es eine Schule nun gutheißen muss, wenn ein Schüler an dieser Demo während der Schulzeit teilnimmt. Ich persönlich halte es für vertretbar und war während meiner Schulzeit auch bei einigen Sternmärschen zwangsweise dabei, obwohl sie mich damals nicht im geringsten interessierten. Wenn nun also jemand einen Tag an einer Demo teilnimmt halte ich das eher für Ausdruck von politischem Interesse, welches bei der Jugend zu fördern ist. Man kann dann sogar Entschuldigungen oder Bestätigungen von Bezirksschülervetretungen oder den Veranstaltern als Entschuldigungen fordern, damit nicht der Gang vor den heimischen Fernseher mit der Demo entschuldigt wird. Aber okay, Schüler haben kein Streikrecht.

Eine Einschüchterung ist es aber, zu behaupten, Schüler würden von der Schule fliegen, wenn sie an der Demo teilnehmen! Hier wird bewusst Angst geschaffen, um Schüler von der Demonstration abzuhalten. Und um es ganz deutlich zu machen: Ein Fehltag an der Schule hat noch nie dazu geführt, dass jemand von der Schule fliegt. Das schlimmste, was passieren kann, sind einige Fehlstunden auf dem Zeugnis. (Natürlich nicht, wenn eine Klausur oder so ansteht, dann sind die Konsequenzen weitreichender, also dann lieber zähneknischend die Klausur schreiben :D )

Hierzu auch ein Bericht aus der Lokalzeit Düsseldorf, der genau dieser Frage nachgeht. (Vielen Dank an Marc, der dies entdeckt und dann zur Verfügung gestellt hat)

Wer morgen hingeht, obwohl die Schule es verboten hat, leistet damit nicht mehr als zivilen Widerstand. Und schlimmer als derjenige, der die Schule schwänzt um mal in Ruhe auszuschlafen, ist es auch in keinem Fall. Schon traurig genug, dass es überhaupt gleichgesetzt wird, anstatt für diesen einen Tag mal ein Auge zuzudrücken. Aber die Landesregierung kann mit Kritik vielleicht einfach nicht souverän umgehen.

Also: Lasst euch nicht einschüchtern! Wenn ihr Protest gegen das Bildungssystem zeigen wollt, dann geht das Risiko einiger Fehlstunden ein. Meldet euch, wenn euch mit Schulverweis oder ähnlichem bei Teilnahme gedroht wird. Ich denke im Bündnis wird man das noch besprechen müssen und ich persönlich halte eine politische Reaktion für ein solches Vorgehen für entscheidend. Also sendet mir eine Email an Patrick-at-Jedamzik.de oder sprecht morgen bei der Demo jemanden ein. Nochmal die Fakten: Um 10 Uhr geht es am Bahnhofsvorplatz los – und es gibt kostenloses Wassereis ;)

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Urlaubsgebiet in der Innenstadt oder: Ein 16-jähriger als Grüner Fraktionschef

Von Dienstag bis heute konnten Jugendliche bei einem Planspiel der Jusos Kommunalpolitik praktisch erleben. Fraktionen, Ausschüsse und heute der Rat wurden simuliert und dank Taner Ünalgan und seinem Blog kann man die Ergebnisse gut nachlesen – aus Grüner Sicht vielleicht besonders interessant, da er die Grünen im Rat (mit-)vertreten hat. Der Ratsbericht steht zwar noch aus, aber so kann man nachlesen, dass er von der WAZ als Jungspund bezeichnet wurde, aber gleichzeitig auch Umwelt- und Freizeitareale verteidigte oder – sogar mit Unterstützung der CDU – die Innenstadt zum Urlaubsgebiet erklärt. Würde mich mal interessieren, wie es dann hier aussehen würde :) Wie die Ratssitzung heute endete, wird wohl  morgen berichtet, also nochmal im Blog vorbei gucken! Achja: Die WAZ hatte auch berichtet, aber die direkten Berichte sind immer etwas interessanter.

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