Solidaritätsdemo mit den Opfern in Norwegen
Heute für 14 Uhr rufen Antifaschistische Jugendkoordination, Jusos Gelsenkirchen und die SJD Die Falken Gelsenkirchen zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz zu den Ereignissen in Norwegen auf, wo nach aktuellen Angaben mindestens 91 Menschen bei einem Doppelanschlag starben. Der Aufruf lautet wie folgt:
Schreibe einen KommentarSolidarität mit den Opfern von Oslo!
Am 22.7.2011 explodierte erst eine Bombe in Oslo die nach aktuellen Erkenntnissen 7 Menschen tötete. Kurze Zeit später stürmte ein als Polizist verkleideter Mann ein Jugendcamp der sozialdemokratischen Jugend Norwegens und eröffnete das Feuer, dabei nach aktuellem Stand mehr als 84 junge Menschen.
Wir, die Antifaschistische Jugendkoordination, Jusos Gelsenkirchen und die SJD Die Falken Gelsenkirchen, sind bestürzt über diesen Vorfall und drücken den Opfern und Angehörigen unser Mitgefühl und unsere Solidarität aus.
Unsere GenossInnen wurden Opfer eines Anschlags, unvorstellbarer Gewalt und Kaltblütigkeit. Verübt von einem Norweger der aus nationalistischen Kreisen stammen soll.
Dieser Gewalt können wir nur durch Zusammenhalt entgegen treten, wir lassen uns nicht beirren gegen Rechts auf die Straße zu gehen.
Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Demo für das Schokoticket
Heute nachmittag machten sich rund 100-120 junge Menschen vom Bahnhof auf den Weg zum VRR-Sitz in der Augustastraße und machten dort für gut eine Stunde ein Sit-In, während einige Personen mit dem Verkehrsunternehmen “verhandelten”. Hintergrund bildete die Entscheidung, das Schokoticket nicht mehr für Schulen des zweiten Bildungsweges anzubieten, so dass diese auf teurere Varianten für den ÖPNV umsteigen müssten. Die WDR Lokalzeit hatte gestern auch einen Beitrag dazu gebracht, der hier als Info dienen soll. Im Video taucht auch Sandra Latzke auf, die mit den Jusos Gelsenkirchen federführend an der Organisation der heutigen Demo beteiligt war. Ich habe mal ein wenig gefilmt und sowohl die Sprüche vor Ort, aber auch das Ergebnis des Gespräches mit dem VRR online gebracht. Eine HD Version dürfte heute abend nachgeliefert kommen, das iPhone läd leider nicht mit voller Auflösung hoch.
6 KommentareDie jungen Wilden
Ob man mich nun als “wild” bezeichnen kann, lassen wir mal so stehen, jung fühle ich mich zumindest noch immer und von daher passt mein Interview beim BilderBaron für die Reihe “Die jungen Wilden/Politik aus Gelsenkirchen” doch schon. Hier kann man dies jedenfalls nachlesen. Vor mir waren Sebastian Watermeier und Taner Ünalgan von den JUSOS befragt worden.
2 KommentareEin mysteriöses Kästchen
Letzte Woche Freitag fanden wir vor der Grünen Jugend ein Kästchen an unserem Posteingang:
Aufgrund einigen unschönen Erfahrungen mit Briefen und – positiv ausgedrückt – Protest wurde es vorsichtig geöffnet und dann war die Verwirrung perfekt:
Die Frage wieso wir in diesem sagen wir mal kreativ erstellten Kästchen drei Juso Buttons bekommen haben, konnte mir auch Taner nicht erklären, deshalb bleibt es ein großes Mysterium. Auf der Kiste steht mit Bleistift etwas wie “Ivan” oder “Iran”, aber das kann man kaum lesen. Über sachdienliche Hinweise freuen wir uns natürlich. Ansonsten eben über die Kiste und ein wenig auch über die Buttons
Protest gegen PRO NRW
Wie absehbar war, hatte Pro NRW heute seinen Parteitag im Schloss Horst. Grund genug auch für uns um 9 Uhr den Weg dorthin anzutreten und gegen die Politik dieser “Bürgerbewegung” zu demonstrieren.
Zu Beginn war der Platz noch überschaubar gefüllt, eine Bühne war von der Demokratischen Initiative (DI) für die gemeinsame Kundgebung der DI und des Bündnis gegen Rechts bereits aufgestellt, dennoch begrüßte uns zuerst Gesang und eine Rede der MLPD und ihren Unterorganisationen. Naja, da muss man an einem solchen Tag wohl durch und mit Jusos, Falken und Schokofront gab es ja noch andere Gesprächspartner, die einen über diese Zeit retteten.
Um 11.30 Uhr begann dann die Aktion auf der Bühne mit einigen Grußworten – unter anderem auch von Kevin, der dort seine erste kleine “Rede” für die Grüne Jugend gehalten hat – zusammen mit Vertretern der Jusos, Schalker Fan-Ini und dem Leiter der Gruppe Nazis raus aus facebook. Die Redebeiträge gibt es hier als durchaus etwas verpixeltes Video – aber es kommt ja eh auf den Inhalt an
Und dann wurd es auch voller, denn für 13 Uhr kündigte sich Oberbürgermeister Frank Baranowski an. Als er mit seiner Rede begann, wurde es dann auch durchaus ruhiger, aber lange konnte ich seiner – zumindest soweit ich sie mitbekommen hatte sehr guten – Rede über die Demokratie und die Grundrechte nicht folgen, denn dann kamen doch doch noch einige Pro NRWler durch den Vordereingang, die dann mit Pfeifkonzert begrüßt wurden.
Ansonsten wurde Pro NRW jedoch durch einen Nebeneingang ins Schloss geführt, so dass man diesbezüglich nur wenig zu tun bekam. Aber dennoch wurde trotz Regen viel Lärm gemacht, um Pro NRW den Parteitag unbequem zu machen.
Einen sehr guten Bericht zum Parteitag findet man auch bei den Ruhrbaronen oder Indymedia. Bei erstem auch – dieser Abstecher sei erlaubt – auch ein Hinweis auf ein Gespräch mit einem MLPD Funktionär:
Ein Freund von mir kam auf der Demo ins Gespräch mit einem jungen MLPD-Aktivisten, der mit großem Eifer den Hitler-Stalin-Pakt verteidigte.
Und da fragt man sich noch, wieso man mit diesen nicht kooperiert.
4 KommentareMal einige Gedanken zur Juso CD
In den letzten Tagen muss man sich ja fragen, welche gewaltige Bedeutung 3:27 Minuten haben können. So lange ist jedenfalls das Musikstück “Bombermayne” von “Alper Gino”, welches auf der CD “GErockt” von Jusos und Falken zu finden ist. Die WAZ berichtete es wäre gewaltverherrlichend und zitierte folgende Zeilen:
„Ich gebe dir, was du brauchst
Meine Faust taucht auf
Auf den Kopf, in den Bauch
Kopfnuss statt Kuss
Ich bin hier nicht auf Brautschau
Doch wenn ich mit dir fertig bin
fick ich deine Braut auch.“
Die Junge Union reagierte umgehend und forderte die Einstampfung des Mediums und machte spätestens damit die Sache zu einem Politikum. In einer ersten Stellungnahme erklärten die Jusos kurz darauf, dass hier reale Probleme bearbeitet würden und es handle sich eben um Kunstfreiheit. Zu dem Zeitpunkt hatte ich das Lied einmal bei der Grünen Jugend angefangen zu hören (aber nicht zu ende) und dachte einfach nur, dass dies ein wackeliger, aber doch plausibler Weg wäre, hier aus der Nummer wieder raus zu kommen.
Gestern gab es einen Artikel dazu noch in der BILD Zeitung, in dem Sebastian Kolkau mit den Worten zitiert wurde: “In dem Song geht es um Kritik am herrschenden System.” Und ich fragte mich zunächst, ob er da vielleicht falsch wiedergegeben wurde, denn bei dem was ich von dem Lied kannte konnte ich es nur für etwas überzogen halten.
Nach einigen Diskussionen bei Facebook und im WAZ Forum muss ich dies ein wenig relativieren, denn man kann – wenn auch mit etwas Wohlwollen – durchaus kritische Elemente in dem Lied finden. So redet er davon, dass er “krank” sei, ohne in der Psychatrie gewesen zu sein oder am Ende meinte nicht mehr Reimen zu müssen.
Aber dennoch: Wenn es Satire sein soll, ist sie ganz offensichtlich misslungen. Dafür hätte am Ende die Überspitzung deutlicher werden müssen und die Gewichtung der Kritik zum üblichen Gangsterrap deutlicher werden müssen.
Unabhängig davon, ob man es nun als Satire sieht oder als gewaltverherrlichenden Song ist das Ganze jedenfalls unnötig aufgebauscht worden.
Ich für meinen Teil weiss nicht, wie ich das Lied nun einordnen soll. Selbst wenn man es als aggressiven Rap betrachtet ist es meines Erachtens ein politischer Fehltritt, aber keineswegs der Skandal zu dem er gemacht wird. Schließlich ist solche Musik – so bedauerlich man es finden mag – wirklich ein Teil der Jugendkultur. Als politische Jugendorganisation sollte man dann natürlich ein wenig mehr Fingerspitzengefühl haben, aber wie gesagt: Ein Skandal wäre es selbst dann nicht.
Jugendblock auf der 1.Mai Demo
Die Demo zum Tag des Arbeit ist eine alte Tradition. Und es ist der Tag, wo Interessen der Arbeitnehmer nochmals im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit stehen (sollten). Aber wenn man ganz ehrlich ist, war die eigentliche Veranstaltung doch nicht grade die aufregenste im Jahresplan. Insbesondere bei Jugendlichen kam es sicherlich nicht sonderlich gut an, fast 30 Minuten einfach nur durch die Straßen zu ziehen, begleitet von der fröhlichen Marschmusik einiger Spielleute einer Zeche vorne und ganz hinten den Reden einer Partei mit vier Buchstaben (alternativ auch mal als „Bürgerinitiative AUFtretend), deren Wirkung eben in der Flucht nach vorne lag. Weiterlesen
7 KommentareUrlaubsgebiet in der Innenstadt oder: Ein 16-jähriger als Grüner Fraktionschef
Von Dienstag bis heute konnten Jugendliche bei einem Planspiel der Jusos Kommunalpolitik praktisch erleben. Fraktionen, Ausschüsse und heute der Rat wurden simuliert und dank Taner Ünalgan und seinem Blog kann man die Ergebnisse gut nachlesen – aus Grüner Sicht vielleicht besonders interessant, da er die Grünen im Rat (mit-)vertreten hat. Der Ratsbericht steht zwar noch aus, aber so kann man nachlesen, dass er von der WAZ als Jungspund bezeichnet wurde, aber gleichzeitig auch Umwelt- und Freizeitareale verteidigte oder – sogar mit Unterstützung der CDU – die Innenstadt zum Urlaubsgebiet erklärt. Würde mich mal interessieren, wie es dann hier aussehen würde
Wie die Ratssitzung heute endete, wird wohl morgen berichtet, also nochmal im Blog vorbei gucken! Achja: Die WAZ hatte auch berichtet, aber die direkten Berichte sind immer etwas interessanter.
