“Lafontaine ist ein rachsüchtiger Egomane”
Dies sage nicht ich, sondern der sächsische Landtagsabgeordnete Ronald Weckeser, der aus der Partei “Die Linke” ausgetreten war. Interessant seine Einschätzungen zum Linken Wahlprogramm:
Es werden Dinge versprochen, die nicht einmal dann eingehalten werden könnten, wenn wir die Wahl gewännen. Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Dinge nicht machbar. Das weiß jeder. Doch die Parteikonzeption lautet, das ist gar nicht wichtig, ob das realisierbar ist. Wichtig ist, dass wir die Forderung haben und andere in Zugzwang bringen.
Aber vor allem auch die Antwort zu der Frage der Umsetzung in Koalitionen fand ich interessant:
Wenn man aber alle zu neoliberalen Feinden erklärt, mit wem will man die Gesellschaft verändern? Ich kann doch Gesellschaft nur verändern, wenn ich Mehrheiten gewinne, aber die Grünen werden abgewiesen, die FDP und die SPD sowieso. Für Dr. André Hahn, unseren Fraktionsvorsitzenden in Sachsen, gibt es bereits eine Mehrheit jenseits der CDU, man müsse sie nur zusammenbringen. Doch eine Politik dafür wird nicht gemacht. Im Gegenteil. Die SPD hält man nicht für satisfaktionsfähig. Man setzt darauf, dass diese Parteien von sich aus bereit sind, sich dem Führungsanspruch der Linken zu unterwerfen. Das gleiche spielt sich auf Bundesbene ab. Man spricht von einer strategischen Mehrheit links von der CDU, ohne zu berücksichtigen, ob die jeweiligen ‚Partner’ überhaupt bereit sind, mitzumachen. Das kenne ich aus der alten DDR. Es gab die Nationale Front, aber die SED hatte immer recht, blieb die führende Partei und die anderen durften mitmachen. Jetzt ist die Linke zwar nicht die führende Partei, aber sie hat den Anspruch es zu sein. Nach dem Motto: Die anderen sind sowie so zu blöde das zu begreifen, sie müssen nur auf uns hören.
Ohne es als PDL-bashing zu verstehen ist da doch ein gutes Stück Wahrheit dran. Aber lest es euch vielleicht selber durch und bildet euch eure eigene Meinung
“Ein Großteil der Kandidaten gehört nach wie vor eher ins Gruselkabinett”
Nicht nur in NRW wird am 30. August gewählt, sondern auch in Sachsen. Dort allerdings nicht auf kommunaler Ebene, sondern der Landtag. Beim NPD-Blog gibt es ein interessantes Interview über die Lage der rechtsextremen Partei in Sachsen, also über Wahlchancen, die Zusammenarbeit mit den “freien Kameradschaften” und eben die Kandidatenlage. Am besten selber nachlesen
