Mit Bus und Bahn zum Schalke Spiel kostet bald extra – Wir hoffen nicht!
Eigentlich ist es bei vielen Veranstaltungen Usus, dass man mit der Eintrittskarte auch gleich die Fahrt dabei hat. Das war ein Grund, warum früher die Karten für die Spielemesse in Essen im Vorverkauf organisiert wurden und ich wage die These, dass auch für viele Schalker dies ein Grund ist, gemeinsam die 302 zur Arena zu besteigen und den ÖPNV zu benutzen. Mal ganz abgesehen davon, dass wohl auch ein Verkehrschaos ausbrechen würde, wenn die Besucher des Stadions alle mit Autos anreisen würden.
Ganz so schlimm wird es vielleicht nicht, aber für den Schalkefan kann es teurer werden, wenn man dieser Mitteilung von Schalke glauben kann:
Eine weitere Änderung gibt es bei der Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel bei der An- und Abreise an Spieltagen zur VELTINS-Arena, zu nutzen. Dauerkarteninhaber konnten in den vergangenen Jahren aufgrund einer vom FC Schalke 04 mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (BOGESTRA) geschlossenen Vereinbarung am Spieltag ohne Entrichtung eines Fahrpreises mit VRR-Verkehrsmitteln (2. Klasse) an- und abreisen.
Diese Vereinbarung zwischen dem Verein und der BOGESTRA wird für die Saison 2011/2012 voraussichtlich nicht zustande kommen, da die von der BOGESTRA nunmehr geforderten Konditionen für den FC Schalke 04 nicht mehr tragbar sind.
Man kann ja mal durchrechnen: Da wird aus den 19 Euro, die ein Stehplatz als Tageskarte kostet, im günstigsten Fall 21,44 Euro – wenn man 4 weitere Mitfahrer auf einem Gruppenticket findet. Ansonsten sind es nochmal ca. 2 Euro mehr bei einem 4er Ticket – oder man schafft sich ein Monatsticket an. Naja, sei es drum. Es geht ja nicht um eine Tarifberatung hier und ganz ehrlich stelle ich es mir schon etwas lustig vor, wenn die Bogestra dann erst noch Tickets kontrollieren will, was angesichts des Andranges fast unmöglich sein dürfte.
Naja, abseits von Zusatzkosten und die Frage, wie man soetwas kontrollieren will ist das für Fans einfach nervig und für die Umwelt schädlich, wie Dennis Melerski in einer Pressemitteilung beschrieben hat:
„Wir führen in den städtischen Gremien die Diskussion über die Auswirkung des Verkehrs auf die Gesundheit der Bevölkerung Gelsenkirchens, sei es Feinstaub als auch Lärm. Die Befürchtung, dass durch die Auflösung des VRR-Vertrages mehr Personen mit dem Auto nach Gelsenkirchen fahren werden, ist nicht von der Hand zu weisen.“
Aber bleiben wir erstmal bei den Fans, denn ein wenig Hoffnung gibt es noch, schreibt die Bogestra doch:
Zurzeit kursieren Informationen in der Öffentlichkeit, bei denen der Eindruck entstehen könnte, dass die Gespräche über die Fortführung des KombiTickets (Eintrittskarte ist gleichzeitig Ticket zur An- und Abreise mit Bussen und Bahnen im VRR) zu Spielen des FC Schalke 04 zwischen dem Verein und der BOGESTRA AG bereits abgeschlossen sind. Tatsächlich wird jedoch in Kürze auf Vorstandsebene erstmals verhandelt. Zusammen mit vielen Fans ist die BOGESTRA AG sehr daran interessiert, dass es auch zukünftig ein KombiTicket für Spiele des FC Schalke 04 gibt, und wird wie auch in der Vergangenheit alles ihr Mögliche unternehmen, hierbei auch die Interessen des Vereins zu berücksichtigen.
Klingt nach einem ziemlichen Hickhack zwischen den beiden Verhandlungspartnern, der nun in die Öffentlichkeit getragen wird. Dennis fühlt sich dabei an anderes erinnert:
Irgendwie erinnert diese Berichterstattung an eine über die Vertragsauflösung eines sehr bekannten Schalke Spielers. Zwar sind in beiden Fällen die Fans auch betroffen. Das eine Mal in der Seele, das andere Mal aber im Geldbeutel.
Seiner Hoffnung, dass Schalke sich daran erinnert ein ökoprofit Unternehmen zu sein kann man sich eigentlich nur anschließen. Es wäre doch wirklich für alle das beste, wenn man eine Regelung findet. Fans können weiterhin schnell und unkompliziert zum Spiel, die Bogestra muss diese nicht kontrollieren und soll natürlich entsprechend entlohnt werden für die Fahrten und Schalke muss sich keine Gedanken darüber machen, wie man die Fans zum Stadion bekommt und wieder nach Hause. Außerdem bleibt trotz aller verkünderter Unverbindlichkeit des VRR Tickets doch die Frage, ob der Aufdruck auf den Dauertickets nicht doch ausgetauscht werden müsste, wenn dieses nicht mehr existiert – auch das würde dem FC Schalke 04 sicher den ein oder anderen Euro kosten.
Also: Nachverhandeln und dafür sorgen, dass man auch weiterhin mit seiner Dauerkarte oder dem Einzelticket zur Arena fahren kann.
Hier übrigens noch ein Bericht der WAZ zu dem Thema.
Schreibe einen KommentarSchwere Zeiten für Schwarz-Gelb: SAT1/Dortmund berichtet aus Gelsenkirchen!

Schwarz-Gelb? Nein Danke!
Dabei gibts auch meinen Tipp fürs Derby! (Meine Pressemitteilung hierzu)
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