Eine Solarsatzung für die Solarstadt – GRÜNE wollen „abschreiben“

Die GRÜNEN wollen, dass auch die Solarstadt Gelsenkirchen eine Solarsatzung bekommt, wie sie der Rat der Stadt Marburg am vergangenen Freitag (20.06.2008) beschlossen hat. Demnach ist für alle Neubauten und bei der Altbausanierung der Einsatz von Solaranlagen bindend.

Dazu erklärt Irene Mihalic, Sprecherin der Gelsenkirchener Grünen: „Was Marburg kann, sollten wir als Solarstadt auch schaffen. Sobald die rechtliche Prüfung abgeschlossen ist – und wir gehen davon aus, dass sie positiv für die Solarsatzung ausfallen wird – werden wir einen entsprechenden Antrag stellen.”

Im Umweltausschuss, sowie in der letzten Ratssitzung wurde das energiepolitische Arbeitsprogramm der Stadt beschlossen. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg”, ist sich Mihalic sicher und erklärt weiter „was wir aber brauchen, sind verbindliche Standards in der Klimaschutz- und Energiepolitik. Appelle und freiwillige Vereinbarungen bringen uns nur bedingt weiter. Mit eindeutigen Vorgaben, wie z.B. einer Solarsatzung nach dem Marburger Modell, könnten wir deutlich mehr erreichen”, so Mihalic.

Infos zur Solarsatzung Marburg unter www.marburg.de

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Stromwechsel jetzt!

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Wie aktuelle Untersuchungen zeigen steigen die Energiepreise in diesem Jahr um durchschnittlich sieben Prozent. Allerorts wird vorgeschlagen, sich über einen Wechsel des Stromversorgers Gedanken zu machen, wie es im letzten Jahr bereits 1,5 Millionen Menschen getan haben. Auch wir möchten Ihnen dazu raten, aber wenn dann richtig: Wechseln Sie vom konventionellen Strom zu einem Ökostromanbieter und helfen Sie so der Umwelt! Hier einige Tipps zum Stromwechsel:

Atomausstieg selber machen!
Initiative zum Wechsel von Atomstrom zu sauberer Energie

Stromrechner der Anbieter
Die vier Stromanbieter der Initiative im direkten Stromvergleich

Ökostromanbieter

Naturstrom
Greenpeace Energy
Lichtblick
EWS Schönau

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Bericht von Stromwechselparty

Foto: OpaRolf / Pixelio.de

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Besuch von Scheuten Solar

Auf Einladung des Betriebsratsvorsitzenden Matthias Werny, besuchten die Landesarbeitsgemeinschaft Energie und der Kreisverband Gelsenkirchen von Bündnis 90/DIE Grünen am Freitag, den 29.02.2008 die Scheuten Solar Cells GmbH in Gelsenkirchen-Rotthausen. Zunächst wurde den Besuchern bei einer Werksbesichtigung der Fertigungsprozess von einem Siliziumrohling (Wafer) bis zu einer fertigen Solarzelle erläutert. In dem anschließendem Gedankenaustausch stellte Werksleiter Dr. Wilhelm Prünte zunächst die Entwicklung der Firma Scheuten dar. Ziel der Firma ist es, Solartechnik als wichtige erneuerbare Energie zu vermarkten. Überdies sieht man sich mittlerweile als selbstverständlichen Teil der Bauindustrie sowie es auch Überschneidungen zur Bauindustrie gibt. Es ist geplant, in Zukunft die gesamte Fertigungslinie von der Wafererstellung über die Zellfertigung bis zur Modulfertigung komplett selbst im Betrieb zu verankern. Der Markt wächst rasant, daher baut Scheuten Solar seine Standorte kontinuierlich aus..

Hans Christian Markert, Sprecher der LAG Energie, hob vor dem Hintergrund der energiepolitischen Herausforderungen einerseits und des fortwährenden Strukturwandels andererseits die Bedeutung der Zukunftstechnologie Solartechnik hervor. Zur Sicherung eines Standortes wie Gelsenkirchen als Teil des Strukturwandels wäre die Förderung durch EU-Mittel möglich.

Auf die Nachfrage von Kreisverbandssprecher Wolfgang Küppers nach der Aus- und Weiterbildungssituation bei Scheuten Solar erläuterte Betriebsleiter Werner Matuschek, dass der Betrieb auf ständige Weiterbildung der Mitarbeiter setzt, um sie auf die neuesten technischen Entwicklungen zu schulen. Es ist beabsichtigt, in Zukunft auch im Betrieb selbst ausbilden, bisher ist dies wegen der ständigen Weiter- und Umorganisation von Scheuten nicht möglich gewesen. Ein großes Problem besteht allerdings bei der Neueinstellung von Mitarbeitern. Hier ist es mehr als schwierig richtig ausgebildete Fachkräfte zu finden. In diesem Punkt bringen die Vermittlungen der Agentur für Arbeit keine Erfolge. Vielmehr werden die Daten von Initiativbewerbern gesammelt, die von selbst eine Bewerbung an den Betrieb geschickt haben. Sobald Personal eingestellt wird, werden die Bewerber wieder angesprochen. Überdies gibt es keine 100 % passende Berufsausbildung für den Betrieb. Die Ausbildung als Solarwerke oder Solarteur wird von Berufsschulen und Kreishandwerkerschaft gar nicht angeboten. Hier will Scheuten in Kürze Gespräche in diese Richtung führen. Die Grünen sehen dies als wichtigsten Punkt an, an dem sie politisch unterstützen können. Sie werden sich für eine Ausbildungskonferenz in der Solartechnik unter Einbeziehung der Berufsschulen und der Kreishandwerkerschaft für die Einrichtung des Ausbildungsganges des Solarwerkers oder Solarteurs in Gelsenkirchen einsetzen.

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