GRÜNE rufen zur Teilnahme an Demonstration zum 1.Mai auf

Am kommenden Sonntag wird in Gelsenkirchen wieder der traditionelle Tag der Arbeit begangen. Auch die GRÜNEN in Gelsenkirchen rufen dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen, die ab 10.00 Uhr auf dem Vorplatz des Musiktheaters im Revier beginnen wird.

„Mehr als jeder sechste Mensch in Deutschland lebt in Armut – ein Zustand der für eine moderne Gesellschaft nicht zu ertragen ist. Und auch Arbeit schützt in Zeiten von Lohndumping nicht vor dem sozialen Abstieg“, so Barbara Oehmichen, Sprecherin des Kreisverbandes. „Der Grundsatz ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ ist dabei genauso wichtig, wie die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes. Für beides lohnt es sich zu demonstrieren!“

Das genaue Programm für Gelsenkirchen kann man hier in einem Flugblatt des DGB Emscher Lippe nachlesen. Wir werden auf dem Neumarkt auch mit einem Stand vertreten sein.

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Jugendblock auf der 1.Mai Demo

Die Demo zum Tag des Arbeit ist eine alte Tradition. Und es ist der Tag, wo Interessen der Arbeitnehmer nochmals im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit stehen (sollten). Aber wenn man ganz ehrlich ist, war die eigentliche Veranstaltung doch nicht grade die aufregenste im Jahresplan. Insbesondere bei Jugendlichen kam es sicherlich nicht sonderlich gut an, fast 30 Minuten einfach nur durch die Straßen zu ziehen, begleitet von der fröhlichen Marschmusik einiger Spielleute einer Zeche vorne und ganz hinten den Reden einer Partei mit vier Buchstaben (alternativ auch mal als „Bürgerinitiative AUFtretend), deren Wirkung eben in der Flucht nach vorne lag. Weiterlesen

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Nazi-Überfall auf DGB Demo in Dortmund

Bevor ich gleich – so es mein UMTS Stick zulässt – einen kleinen Bericht der Demo zum 1.Mai und dem dortigen Jugendblock reinstelle, etwas unfreundlichere Nachrichten aus Dortmund. Dort wurde die Demonstration des DGB völlig unvermittelt von Nazis angegriffen. Im Bericht von DerWesten.de heißt es dazu:

Die äußerst gewaltbereiten Rechtsradikalen warfen Steine in Richtung der Kundgebungsteilnehmer. Wie Beobachter berichten, kam es auch zu Handgreiflichkeiten und körperlichen Auseinandersetzungen am Ende des Zuges in der Innenstadt. Mehrere Polizeibeamte sollen verletzt worden sein. Offenbar griffen die Neonazis den Zug völlig überraschend aus dem Hinterhalt an, nachdem sie von einer U-Bahn-Haltestelle und vom Hauptbahnhof herangestürmt waren. (…) Später zogen die Rechten marodierend durch die Innenstadt. Ein Polizeiwagen wurde demoliert, Außenspiegel parkender Fahrzeuge abgetreten.

In den teilweise unterirdischen Kommentaren unter dem Artikel werden zur Verharmlosung dieser Tat gerne linksextreme Aktivitäten hervorgeholt. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Unrecht kein anderes begründen kann, muss man einfach mal festhalten, dass der DGB mit Sicherheit nicht mal annähernd als Linksextrem angesehen werden kann. Was hier geschehen ist, ist kein Scharmützel zwischen extremen Gruppen, es war der Angriff auf die Mitte der Gesellschaft. Hitler nutze die Einführung des Tages der Arbeit im Jahr 1933, um am Tag darauf die Gewerkschaften zu verbieten und gleichzuschalten. Offensichtlich halten es seine geistigen Erben für eine gute Idee den Tag heute für etwas ähnliches zu nutzen. Von daher gilt wie immer: Wehret den Anfängen!

Übrigens schon gewusst? In NRW heißt der Tag offiziell “Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde” – finde ich zwar etwas zu lang anstatt “Tag der Arbeit”, inhaltlich aber schöner :) Und ob die Rechten einen Tag für “Völkerversöhnung und Menschenrechte” wirklich feiern wollen, ist dann ja noch eine andere Frage.

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