Landtagswahl 2010 – und die Spannung steigt…
Übermorgen entscheidet sich, wie der neue Landtag von NRW zusammengesetzt sein wird und welche Richtung NRW zukünftig einschlagen wird: Fahren wir weiter im Rückwärtsgang? Bleibt es beim ideologischen Festhalten an einem überholten Bildungssystem, bei der Ausbremsung des Umwelt- und Klimaschutzes, bei der Einschränkung von Bürgerrechten und bei der Maxime Privat vor Staat? Oder gibt es eine echte politische Wende, die Arbeitsplätze durch Investitionen in erneuerbare Energien und Altbausanierung schafft, die Kinder nicht mehr nach der 4. Klasse aussortiert, die Busse und Bahnen fördert, die die Kommunen nicht weiter ausbluten lässt und im Bundesrat am Atomausstieg festhält? Nun, die jüngsten Umfragen sprechen für einen Richtungswechsel in NRW, rot-GRÜN liegt klar vor schwarz-gelb. Die Zeit ist reif für einen Wechsel!
Schreibe einen Kommentar(Wahlkampf-)einblicke V: Bundestagswahlprogramm
Heute gibt es mal keine direkten Einblicke von mir, sondern einfach mal einige Impressionen davon, wie so ein Parteitag der Grünen hinter den Kulissen stattfindet. Steffi Lemke – die Grüne politische Geschäftsführerin – wurde während der Zeit begleitet. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:
Man sieht also, dass für das Abarbeiten von 1.200 Änderungsanträgen bereits im Vorfeld viele Stunden drauf gehen und nicht nur im Rahmen des dreitägigen Parteitages verhandelt wird.
1 Kommentar bis jetztWahlkampfeinblicke IV: Fototour für ein Wahlprogramm
Das Wahlprogramm nimmt seine Formen an. Heute abend wird die Präambel und damit das Dokument abgestimmt und dann kann das abgesprochene Layout umgesetzt und der Druck begonnen werden. Mehr zum inhaltlichen Entstehungsprozess in den nächsten Tagen, aber ein solches Programm ist eben mehr als Texte, sondern soll auch schick aussehen und dazu braucht man Fotos. Einfach die Google Bildersuche zu benutzen geht dabei natürlich nicht, denn in den seltensten Fällen darf man die Bilder dort einfach benutzen. Stattdessen muss man also selber los. Susanne und ich waren deshalb bereits Montag zwei Stunden in Gelsenkirchen unterwegs und werden heute auch noch eine längere Runde drehen, um für das Wahlprogramm selber einige Bilder zu schießen.
Da ich keinen Sinn darin sehe, hier jetzt eine große Urheberrechtskeule draus zu machen, können die Bilder auch gerne genutzt werden, sofern man mich (Patrick Jedamzik) eben als Autor nennt (und die Bilder nicht kommerziell genutzt werden). Dieses offenere Umgehen mit dem Urheberrecht läuft unter der Bezeichnung Creative Commons und wird von vielen Leuten im Internet für ihre Texte, Bilder und auch Musik genutzt. Das schöne ist, dass die Regeln schön einfach sind, keine langen Gespräche oder Nachfragen, sondern man bietet die Bilder einfach an oder nutzt sie für eigene Zwecke.
Also, um es kurz zu machen: Wer möchte kann sich gerne in meinem FlickR Account bei den Bildern bedienen. Kostet nix außer einer entsprechenden Quellenangabe, die auch parteiunabhängig mit “Patrick Jedamzik, www.patje.de” zu meiner vollkommenen Zufriedenheit erfüllt ist. Hier nochmals der Hinweis zu den Lizenzbedingungen und damit muss ich auch los, um die nächsten Bilder zu machen. Diese werden dann heute abend oder eher morgen im Laufe des Tages ebenfalls dort auftauchen.
Update: 25 neue Fotos von heute sind jetzt auch dabei
Wahlkampfeinblicke III: Es wird aufgehangen
Dem ein oder anderen sind die neuen Plakate sicher nicht verborgen geblieben. Zumindest Grüne Plakate konnte man heute morgen schon das ein oder andere mal sehen. Grund: Ab heute ist das Plakatieren erlaubt und aus der Erfahrung heraus, dass sonst gerne mal die wirklich guten Standorte weg sein könnten begann ein kleiner Trupp fleißiger Grüner um 0 Uhr mit der Plakatierung. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich war nicht dabei, da mich mein Weg heute zu früh nach Berlin zu McPlanet führte und von daher wird dieser Wahlkampfeinblick wieder nur eine Sammlung von Bildern, aber immerhin gibt es diese
Wahlkampfeinblicke II – Pappen vorbereitet
So, ich hatte es ja schon angekündigt, in der letzten Woche wurden die Pappen für den Wahlkampf vorbereitet. In Oberhausen wird schon fleißig für den Europakandidaten der SPD geworben, hier wird man darauf noch ein wenig warten müssen. Dennoch: Die Vorbereitungen laufen und während wir in dieser Woche die neuen Plakate auf die Pappen kleistern werden, mussten diejenigen die die letzten Wahlkämpfe unbeschadet überstanden hatten vorbereitet werden, indem die früheren Plakate entfernt wurden, wo dies notwendig erschien. Hier einige Impressionen davon – leider nur mit dem Handy geschossen, aber was soll man machen
Wahlkampfeinblicke I: Plakate
Bekanntlich stehen uns in diesem Jahr drei Wahlkämpfe ins Haus, denn sowohl das Europaparlament, wie auch der Bundestag und natürlich der gelsenkirchener Stadtrat plus OberbürgermeisterIn müssen neu gewählt werden. Seit einigen Wochen trifft sich dazu regelmäßig eine Arbeitsgruppe des grünen Kreisverbands, der den Wahlkampf plant und von Materialien, über Veranstaltungen bis zu Infoständen die Planung übernimmt. Mit dieser neuen Blogreihe versuche ich ein wenig Einblick in die Abläufe hinter den Kulissen zu geben. Natürlich nicht so, dass uns die politische Konkurrenz einen Strich durch die Rechnung machen könnte, aber schon durchaus so, dass der politisch interessierte aber nicht parteipolitisch engagierte Bürger einen Eindruck davon bekommt, wie man sich bei den Grünen auf diese Wahlkämpfe vorbereitet.
Aber genug der Vorrede: Wichtigster Punkt der gestrigen Wahlkampfarbeitsgruppensitzung waren die Plakate im Hinblick auf die Europawahl. Letzte Woche wurde vom Verkehrsamt der Stadt eine Informationsveranstaltung durchgeführt, um zu erläutern wie das Prozedere zum Aufhängen dieser A1 oder A0 Plakate funktioniert. Es kommt schließlich nicht von irgendwo her, dass einige Wochen vor der Wahl die Straßen voller Pappen mit Werbeslogans sind. Genauer gesagt dürfen Parteien dies erst sechs bzw. bei der Bundestagswahl vier Wochen vorher an die Laternen bringen. Und dann auch nicht willkürlich: Die Anzahl der Plakate ist ein wenig an frühere Wahlergebnisse gebunden und reglementiert. Wie die anderen kleineren Parteien auch gehen wir davon aus an 300 bis 400 Standorten in der Stadt aufhängen zu dürfen. Diese müssen vorher mit Straßenzügen beantragt werden und dürfen dann auch nicht den Verkehr gefährden.
Aber bevor diese nun wirklich hängen, müssen solche Pappen vorbereitet werden: Alte Plakatreste ggf. noch runtergerissen und vor allem neue Motive drauf gekleistert werden. Für das Kleistern der 600 Plakate (man darf pro Standort immer zwei aufhängen) sind bei uns 3 Abende in wechselnder Besetzung vorgesehen und Bilder davon reiche ich dann gerne nach
Tja, und als letzter Schritt erfolgt die Aufhängung in Handarbeit und kleinen 2-3 „Mann“ Teams. Im Prinzip ist das Aufhängen von Plakaten damit die erste logistische Großaufgabe im Wahlkampf.
Die Plakate zu bekommen ist dagegen bei der Europawahl sehr viel einfacher, als bei der Kommunalwahl, da der Bundesverband der Grünen entsprechende Motive anbietet. Bei der Kommunalwahl könnte man auch welche kaufen, aber das passt dann nicht wirklich zu Gelsenkirchen. Und: Was zeitlich ein Vorteil ist, ist aber auch ein Nachteil, wenn einem die Motive oder der Slogan nicht gefällt. Ich glaube nicht, dass ich zuviel verrate, wenn ich hier berichte, dass „WUMS!*“ nicht große Begeisterungsstürme im Kreisverband hervorgebracht hatte
Neben den Kleinplakaten, die wir grundsätzlich in A1 aufhängen gibt es noch zwei öffentliche „Plakatwerbungen“. Zum einen werden über die Deutsche Städte Medien oder Ströer einige der stationären Großflächen für Wahlwerbung zur Verfügung gestellt. Anstatt Bierhersteller, Autoproduzenten, Versicherungen oder Keksfirmen werden dann Parteien dann für sich werben. Auch hier zählt der Proporz, so dass viele Parteien nur auf 1, wir (mit FDP und LINKEN) wohl auf 2-3 Kleinplakate und SPD und CDU meist auf eine Großfläche kommen. Hinzu kommen noch Großflächen, die nur für die Wahl aufgestellt werden. Diese sogenannten Weselmänner müssen allerdings von den Parteien gestellt und bezahlt werden und wir verzichten nicht nur aus finanziellen Gründen darauf, sondern auch weil wir es falsch finden die letzten Grünflächen am Straßenrand auch noch zuzustellen.
Ansonsten stellte sich auch gestern natürlich irgendwann die Frage, wieviel solche Plakate eigentlich bringen und die einhellige Meinung war eher skeptisch was einen positiven Effekt angeht. Aber wahrscheinlich würde es eben negativ auffallen, wenn die Grünen hierbei garnicht in Erscheinung treten würden.
Neben den Plakaten gibt es natürlich auch unzählige andere Baustellen, wie beispielsweise das Wahlprogramm, das inhaltlich zwar schon abgestimmt ist und nun nur noch redaktionelle Überarbeitung, ein Vorwort und schließlich ein Layout benötigt, aber davon berichte ich ein nächstes Mal.
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