Bürgerticket fern der Realität?

Gestern hatte der CDU-Fraktions-Vize Wolfgang Heinberg in einer Pressemitteilung verlautbaren lassen, dass von den Grünen geforderte Bürgerticket “so weit weg von jeder Realität [sei], dass die Idee nur für eine Sommerpressemitteilung taugt.” Ist dem wirklich so? Also ich habe jetzt die Rückzahlung der Uni Duisburg-Essen vorliegen, die ein solches Ticket ja im Rahmen des Semestertickets ermöglicht: 122,42 zahle ich nun dafür um in den nächsten sechs Monaten durch ganz NRW fahren zu dürfen – also etwas mehr als 20 Euro im Monat. Und das was für 30.400 Studenten an der Uni Duisburg-Essen1 möglich ist, bzw. für geschätzte 450.000 bis 500.000 Studenten2 in ganz NRW soll nicht für 10 bis 12 Millionen Menschen3 möglich sein? Und selbst die bisherigen Empfänger eines Monatstickets dürften da nicht den großen Unterschied machen – es sei denn jeder vierte hätte eins der neuen Preisstufe D4, denn ansonsten kommt durch ein Bürgerticket mehr rein, als durch Monatsticket. Klar, ich kenne jetzt den Umsatz über Einzelfahrten jetzt nicht oder habe dies im Detail durchgerechnet, aber diese einfachen Rechnungen zeigen schon, dass sich soetwas durchaus realisieren lässt und damit nicht so weit von der Realität entfernt ist, wenn nur ein politischer Wille interessiert.

  1. Zahlen WS06/07 nach Wikipedia []
  2. geschätzt nach einigen Artikeln aus dem Netz []
  3. 18 Mio. Einwohner in NRW abzüglich Menschen unter 15 und sozial Schwache []
  4. 86 Euro []

1 Kommentar bis jetzt