Vorstand wieder gewählt – mit kleiner Änderung
Am Mittwoch haben wir den Vorstand neu gewählt:
Bei ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch haben die GRÜNEN in Gelsenkirchen auch ihren Vorstand neu gewählt. Dabei kam es zu einem Wechsel an der Parteispitze: Der bisherige Vorstandssprecher Robert Zion hatte bereits im letzten Jahr angekündigt nicht erneut kandidieren wollen. Dies hatte er mit dem Arbeitsaufwand im Büro des Landtagsabgeordneten Hans-Christian Markert begründet, aber vor allem auch mit seinem demokratischen Grundverständnis, was einen Wechsel an der Spitze einfordere. Seine Nachfolge tritt der Lehrer Fabian Klose an, der seit letztem Jahr dem Vorstand als Beisitzer aktiv ist und seinen Schwerpunkt in der Bildungs- und Entwicklungspolitik. Seine Wahl fand ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung statt.
Mit ihm an der Doppelspitze der GRÜNEN bleibt Barbara Oehmichen (1 Gegenstimme, 1 Enthaltung) als Vorstandssprecherin. Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren Susanne Helmke als Schriftführerin und Kreiskassierer Wolfgang Küppers (beide ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen gewählt).
Als Besitzer und Beisitzerinnen wurden die Sprecherin der GRÜNEN Jugend Adrianna Gorczyk (1 Enth.), Claudia Menzel-Johänning (1 Gegenstimme), Paul Humann (ohne Gegenstimme oder Enth.) und Robert Zion (1 Gegenstimme) gewählt.
Mehr zum neuen Vorstand und dem neuen Sprecher in den nächsten Tagen…
Schreibe einen KommentarNoch einmal “Natur erleben im Stadtosten”
Falls es Grünes-Gelsenkirchen-Leser gibt, die den Blog schon zum Frühstück lesen und zudem noch kurzentschlossene Fahrradfahrer sind, hier noch ein Tipp in eigener Sache:
Morgen früh führe ich – diesmal wirklich selbst – für den ADFC Gelsenkirchen meine Tour Natur erleben im Stadtosten
Treffpunkt ist wieder die IHK Emscherstraße in Gelsenkirchen, der Beginn ist diesmal um 10.00 Uhr.
Allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Spaß
Als Nachtrag hier der Tourenbericht:
Es ist ein wunderbar sonniger Herbsttag, der Morgen ist noch sehr frisch.
Am Treffpunkt IHK findet sich eine überraschend große Gruppe von 41 Teilnehmern zusammen.
Nach kurzer Begrüßung geht es los. Wir fahren ein kurzes Stück den Emscherradweg entlang bis zur Münsterstraße. Hinter dem Tierheim biegen wir ab in den Wald. Erst einmal geht es zur Forststation des Regionalverbandes Ruhrgebiet. Nach einer kleinen Schleife fahren wir weiter durch den Emscherbruch. Wir begegnen den Biotopen neben der Zentraldeponie. Durch den Wald der Resser Mark geht es weiter nach Resse. Diesen Ortsteil flux umrundet fahren wir auf dem Weg an der Stadtgrenze nach Herten – mit stillen Begleitern, dem Holzbach und den großen RWE-Freileitungen. So gelangen wir nach Eckernresse mit seinen kleinen Ackerflächen und Baumreihen. Hier erwartet uns eine tolle Aussicht auf Weserholt, Zeche Ewald, die Hertener Psychartrie, Halde Hohewart und das Kraftwerk Herne. Weiter geht’s zur ehemaligen Kinderklinik und von dort in den Stadtwald Resse. Von der Waldschenke aus fahren wir einmal durch Gelsenkirchens ältestes Naturschutzgebiet. Danach geht die Fahrt auf Schloss Berge zu. Dort gibt es auch noch im Herbst und viele schöne Blumen zu genießen. Kurz vor Schluss muss noch die Fußgängerbrücke rüber zum Arena Park bewältigt werden. An der Gaststätte Der Schalker kommen wir zum Abschluss der Tour. Leider klappt es dort mit der Bedienung nicht so gut. Darum kehrt ein Teil der Gruppe beim Vereinsheim Zur offenen Tür ein und lässt die Tour dort gemütlich ausklingen.
Regionaler Flächennutzungsplan, Jugenhilfeplan, Konjuunkturpaket und noch etwas mehr
Außem Osten hab´ ich einiges nachzutragen: Im Mai gab es einiges in der Bezirksvertretung zu tun – und keine Zeit zum Bloggen:
Am 6. Mai fand eine gemeinsame Sitzung Ausschusses für Stadtplanung und den fünf Bezirksvertretungen statt. Es gab sogar drei gemeinsam zu beratende Themen: Normenkontrollverfahren gegen den Ausbau des Löhrhofcenters in Recklinghausen, Regionaler Flächennutzungsplan und Beitritt zum Einzelhandleskonzept für das östliche Ruhrgebiet. Denke ich auch als Ostler an die Einkaufssitzuation in Buer, muss man gegen den großen Löhrhofausbau sein. Kleiner geht auch.
Der Regionale Flächennutzungsplan ist schon ein sperriges Ding. Endlich Schluss mit dem Kirchturmdenken in den Planungsämtern. Bochum, Esssen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim und Oberhausen arbeiten zusammen. Und mit einem ganz engen Blick auf den Bezirk Ost lief sich auch keine Umweltsauerei oder was anderes Gravierendes im Plan finden. Darum Daumen hoch. Doch damit war ich die Ausnahme der Grünen-Vertreter in der Sitzung. Die anderen hatten doch so manche “Bauchschschmerzen” und mussten sich zu einer so genannten “problembewussten Zustimmung” durchringen. Der Kollege aus dem Bezirk Mitte konnte sogar nicht zustimmen.
Um Zusammenarbeit ging es auch beim Regionalem Einzelhandelskonzept für das östliche Ruhrgebiet. Ein weiteres Mal Schluss mit dem Kirchturmdenken. Die Gemeinden im östlichen Ruhrgebiet wollen dem ruinösen Wettbewerb um Neuansiedlungen ein Ende setzen, das Einzelhandelsangebot atraktiver gestalten und sich Regeln für den Umgang mit Streitfällen geben. ´ war nur zu begrüßen.
Zwei Wochen später gab es noch eine reguläre Sitzung
Die drei wichtigsten Punkte waren die Fortschreibung des Jugendhilfeplans, Teil Kindertagesstätten, das Konjunkturpaket II und die Auflösung der Ewaldschule:
Der Jugendhilfeplan erwies sich als sorgfältig recherchierte Bestandsaufnahme. Nach den Änderungen durch das Kinderbildungsgesetz (KIBIZ) musste dieser Teil des Planes ganz überarbeitet werden. Ich kritisierte die Unterversorgung der Resser Mark mit Kita-Plätzen. Zwar wird dies durch Überkapazitäten in Erle kompensiert, bedeutet aber für die betroffenen Eltern mehr Fahrerei. Bei der Suche nach Lösungen möchte das Jugendamt bitte berücksichtigen, dass durch das kleine Wohngebiet am Johanneshof zusätzlicher Bedarf an Kita-Plätzen entstanden sein könnte.
Das Konjunkturpaket II beeinhaltet auch eine Reihe von Vorhaben, die im Bezirk Ost durchgeführt werden, so z. B. auch eine Reihe von Gebäude- und dachsanierungen. Hierzu machte ich auf den Ratsbeschluss vom 12. Februar 2009 aufmerksam, wonach bei Dachsanierungen die Instalation von Solaranlagen oder ersatzweise Dachbegrünungen mitzuplanen sind. Erfreulicherweise haben das alle anderen Mitglieder der Bezirksvertretung auch so gesehen. Nur schade, dass letztendlich doch keine Solaranlagen mitgeplant worden sind. Die Grünen im Rat haben daraufhin die Vorlage abgelehnt.
Zuletzt stand die Ewaldschule noch ein weiteres mal auf der Tagesordnung. Auf Weisung der Bezirksregierung musste statt der Zusammenführung die Auflösung der Ewaldschule beschlossen werden. Die Diskussion wurde schon in einer voran gegangenen Sitzung geführt. Bei der geringen Anmeldezahlen konnte zum dritten Mal keine Eingangsklasse gebildet werden. Die Überleitung der letzten Klassen an die Hauptschulse an der Oststraße wurde jetzt sogar dringend notwendig, da das Schulgebäude der Ewaldschule vorläufig für das Weiterbildungskolleg gebraucht wurde. Das Kolleg musste ja Hals über Kopf aus seinem Einsturz gefährdeten eigenen Gebäude ausziehen.
Soweit außem Osten

Die Spielverbote im Johanneshof noch einmal überlegen
Nachdem die WAZ in dem Artikel Holland in Not über das Verbot von Fußball,Hockey und Tischtennis in der Siedlung “Johanneshof” berichtete, habe ich mich in vor Ort mit einigen Bewohnern unterhalten. Danach habe ich mich mit einem Brief an den Eigentümer der Siedlung gewandt.
Darin teilte ich ihm mit, das mir die Bewohner des Johanneshofs übereinstimmend berichteten, dass sie das Verbot des Fußballspielens richtig finden, da es in der Vergangenheit zu vielen Sachbeschädigungen gekommen ist. Für die übrigen von Ihnen getroffenen Verbote haben sie jedoch kein Verständnis geäußert. Weder durch Hockey noch durch Tischtennis sind Beschädigungen aufgetreten.
Ich wies darauf hin, dass der Johanneshof ist zudem als Spielstraße ausgewiesen ist. Kinder sollen ja gerade dort Spielen können. Auf den fehlenden öffentlichen Spielplatz als Alternative in der Nähe hat der Eigentümer gegenüber der WAZ selbst hingewiesen.
Nicht zuletzt im Interesse der Kinder im Johanneshof, bat ich ihn, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken und außer Fußballspielen die übrigen Spielmöglichkeiten wieder zu erlauben.
Hoffentlich macht er sich die Mühe.
Neuer alter erweiterter Vorstand
Gestern abend war die Jahreshauptversammlung der Grünen – oder zumindest deren erster Teil. Und ich muss sagen, dass ich doch schon überrascht war, wie harmonisch diese über die Bühne ging. Mein finanzieller Rechenschaftsbericht und der Haushaltsplan 2009 waren ebenso schnell durch, wie direkt darauf der politische Rechenschaftsbericht, den Robert Zion für den Kreisvorstand abgab. Nur eine Wortmeldung gab es und auch diese war ein Lob für die Arbeit des Vorstandes.
Und ähnlich verliefen dann auch die Wahlen: Robert Zion und Irene Mihalic wurden eindeutig als Sprecherdou des Kreisverbandes bestätigt. Irene hatte dabei angekündigt, dem Vorstand aber nur bis zur Kommunalwahl anzugehören und mit dem Einzug in den Rat Platz für eine Nachfolgerin zu schaffen, um Ämterhäufung und die Trennung von Amt und Mandat aufrecht zu halten. Ihre Kandidatur nun dient eben der Kontinuität und dem gemeinsamen Wahlkampf für das sehr gute Wahlprogramm, welchem Sie unter das Motto „Schlüssel zur Stadt“ stellte:
Wir hätten das Programm auch „Schlüssel zur Stadt“ nennen können, denn die Kernbotschaft durch alle Themen lautet ganz einfach: Zugang! Wir wollen allen Menschen gesellschaftlichen Zugang und damit Teilhabe ermöglichen.
Das fängt bei der Energieversorgung an. Unsere Vorstellung von einer dezentralen und demokratisch kontrollierten Versorgung auf der Basis erneuerbarer Energien ordnet sich nicht privatwirtschaftlichen Interessen unter und schafft somit Zugang zu Strom und Wärme für alle.
Das Sozialticket schafft Zugang zu Mobilität, ein öffentlicher Beschäftigungssektor ist Zugang zu Arbeit, eine Beratung beim IAG auf Augenhöhe und Ombudspersonen bei Problemen bedeuten Zugang zu mehr Anerkennung.
Die Weiterentwicklung des Gelsenkirchener Schulsystems und kostenlose Lehrmittel für alle Kinder schaffen Zugang zu Bildung.
Und nicht zuletzt bedeutet unser Verständnis von Kultur als „Lebensmittel“ eben auch Zugang für alle Menschen zu den Kulturangeboten und Teilhabe an der kulturellen Vielfalt in der Stadt.
Ansonsten wurden auch Wolfgang Küppers und ich als Schriftführer bzw. Kreiskassierer in unseren Ämtern bestätigt. Fünf Beisitzer komplettieren den Vorstand: Dennis Melerski, Susanne Helmke und Paul Humann bleiben aus dem alten Vorstand erhalten, neu dabei sind Dennis Bartel – der ja hier auch fleissig mitbloggt – und Barbara Oehmichen, die vor ihrem Ruhestand Geschäftsführerin bei der Gewerkschaft ver.di war.
Alles in allem wurde also ein bewährtes Team ergänzt und ich freue mich auf die Zusammenarbeit in dieser Gruppe für ein besseres Gelsenkirchen und gerne auch mal für eine bessere Welt
Partnerschaftlicher Umgang, armutsfeste und sanktionsfreie Grundsicherung, öffentliche Beschäftigung
Anlässlich der 1. Mai-Kundgebung des DGB waren auch die Gelsenkirchener Grünen mit einem Infostand vertreten.

Franz Schart
Großen Aufwand wie Bratwürstchen und Kuchen haben wir uns gespart. Es mag am guten Wetter gelegen haben, dass der Stand trotzdem während der Kundgebung gut besucht wurde. Gesprächsthemen waren die Wirtschaftskrise und die drohenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, Konjunkturpolitik nach Keynes und ein gesetzlicher Mindestlohn. Ein Passant fragte nach kommunalen Projekten wie das Bismarck-Quartier und die Sanierung des Schalker Vereins-Geländes. Ein anderer interessierte sich für die Oberbürgermeisterwahl und diskutierte über unsere Kandidatin Irene Mihalic und die anderen Bewerber. Bemerkenswert war, dass alle Gespräche in freundlichen Umgang geführt wurden. Die sonst immer befürchteten Stänkerer waren diesmal nicht dabei.
Unser Ratskandidat Franz Schart informierte mit einem Flyer ausführlich über die Forderungen der Grünen zum 1. Mai. In den drei Kernpunkten geht es um einen partnerschaftlichen Umgang der Arge mit den arbeitslos Gemeldeten, Schaffung einer armutsfesten und sanktionsfreien Grundsicherung durch Erhöhung des Regelsatzes für das Arbeitslosengeld II auf 420 € und die Einrichtung eines öffentlichen Beschäftigungssektors für gemeinnützige Arbeit.
Etwas schade war, dass man vom Stand aus die Reden von Oberbürgermeister Frank Baranowski und des Hauptredners Dietmar Schäfers, dem stellvertretenden Vorsitzen der IG Bauen-Agrar-Umwelt, nicht verstehen konnte. Aus unserer Hintergrund-Perspektive ließ sich jedoch beobachten, dass viele Besucher den Reden auch gar nicht zuhörten sondern entspannt bei schönstem Sonnenschein zwischen den ganzen Infoständen hin und her schlenderten. ‘ ist ja auch nicht zu verachten.
Ostermarsch 2009 im Stadtgarten Gelsenkirchen
Wie jedes Jahr hatte das Friedensforum Gelsenkirchen zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des diesjährigen Ostermarsches eingeladen. Treffpunkt der Musikpavillon im Stadtgarten Gelsenkirchen. Neben Informationsbroschüren konnte man sich am Infostand des Friedensforums auch mit Kaffee und Kuchen stärken. Unterstützt wurde der mit einem Infostand von Falken, Schokofront und der VVN sowie mit einem Stand von den Grünen.

Roland und Robert am Infostand
Um kurz nach elf war es dann so weit: Die Teilnehmer des Ostermarsches kamen in einer Fahrradkollone aus Duisburg und Mülheim. Die unterschiedlichsten und vielfältigsten Fahrradmodelle waren dabei zu bestaunen. Sodann versammelten sich die nun etwa 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen vor dem Ehrenmal im Stadtgarten.
In einer nachdenklichen Ansprache mahnte Leo Kowald, Initiator des Friedensforums Gelsenkirchen, eine neue Friedensidentität in der deutschen Außenpolitik an und erinnerte an fehlgeschlagene deutschen Auslandseinsätze. Den Wunsch nach Frieden unterstrichen anschließend Ali Mahir Abdik, Karmelita Gaertig und Leo Kowald mit ihren deutsch-türkischen Friedensliedern.

Karmelita Gaertig, Ali Mahir Abdik und Leo Kowald

Der Erler Marktplatz wird neu gemacht
Ich will mit einem kleinen Bericht aus der letzten Sitzung der Berzirksvertretung Ost vom 01.04.09 eine kleine Rubrik “Außem Osten” eröffnen. Da gibt ´s dann immer das Wichtigste rund um die Bezirksvertretung Ost.
Das wichtigste Thema dieses Mal ist die seit Langem geforderte Sanierung des Erler Marktplatzes. Damit ist den Damen und Herren Bezirksverordneten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Seit 1993 schlummerte ein Entwurf der Sanierung des Marktplatzes an der Straßenkreuzung Darler Straße / Marktstraße in Erle in den Schubladen der Stadtverwaltung, doch gelangte er nie zur Ausführung. Andere Projekte wie der Umbau der Cranger Straße und der Bau des “Erler Deckels” über die A 2 wurden dazwischen geschoben. Dabei sah es zu Beginn des letzten Jahres gar nicht so für den Marktplatz aus. Die Bezirksverordneten aller Fraktionen staunten nicht schlecht, als es im Entwurf des z. Z. gültigen Doppelhaushaltes der Stadt auf einmal gar keine Position zu dem Sanierungsvorhaben gab. Sofort wurden die Gespräche mit den jeweiligen Ratsfraktionen aufgenommen. Nicht nur, dass diese stillschweigen Streichung ein politisches “Unding” war, sondern nach den abgeschlossenen übrigen Stradtumbauprojekten war nun der Zeitpunkt da, die Umgestaltung des Marktplatzes Erle anzupacken. Die letzte große Lücke in der Stadterneuerung Erles könnte geschlossen waren. Und so kam es dann auch: Der Erler Marktplatz bekam einen abgesicherten Platz auf der Investitionsprioritätenliste für den laufenden Doppelhaushalt.
Am vergangenen Mittwoch, gut ein Jahr später, war es dann so weit: Nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung in Form von drei so genannten “Planungscafes” konnte die Verwaltung nun den Entwurf des Marktplatzumbaus präsentieren. Und tatsächlich gelingt es, weitest gehend viele Interessen und Ziele unter einen Hut zu bekommen. Genug Platz für die Händler, eine anspruchsvolle Baumbepflanzung, die die Attraktivität des Platzes deutlich erhöht und dazwischen Ruhezonen für die Marktbesucher schafft. Ebenso wird die Beleuchtung dezent auf Platz und Umgebung abgestimmt. Auch ist dort an Platz für die markt umgebende Gastronomie gedacht, so dass der Platz zum Zuschauen und Verweilen einlädt. Ein besonderes Augenmerk verdient die Verkehrslösung. Denn der Autoverkehr auf Darler Straße und Marktstraße wird nicht etwa unterbunden sondern mit der Maßgabe aufrecht erhalten, die Geschwindigkeite auf 10 km/h zu beschränken und eine absolute Gleichbehandlung mit allen aneren Verkehrsteilnehmern vorzusehen. Die übliche Bevorrechtigung des Pkw-Verkehrs wird es nicht geben. Der Fahrbahnbereich wird lediglich durch eine 3-cm-Bordscheinkante gekennzeichnet, die Blinden und Sehbehinderten eine Orientierung bietet, aber noch für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer überfahrbar bleibt. An diese Lösung wird man sich gewöhnen müssen: Die Grenzen zwischen Fußgänger- und Verkehrsraum verwischen. Statt dessen werden sich beide Seiten an besondere Rücksichtnahme gewöhnen müssen. Aber damit wird ein attraktiver Platz für Markt, Begegnung und Verweilen in Erle entstehen.
Darüber hinaus wurde in der Sitzung der 10-cent-Tarif für Kurzzeitparken beschlossen und ein neuer Schulleiter für der Gerhart-Hauptmann-Realschule gewählt. Der einzige Bewerber machte bei seiner Vorstellung und Befragung einen kompetenten und engagierten Eindruck.

Neuer Kreisvorstand gewählt
Bei der Jahreshauptversammlung der gelsenkirchener Grünen am gestrigen Mittwoch wurde ein neuer Kreisvorstand gewählt. Nach einer Satzungsänderung im Februar wurde nun zum ersten Mal eine Doppelspitze aus Sprecherin und Sprecher gewählt. Zur Sprecherin wurde einstimmig1 Irene Mihalic gewählt, neuer Sprecher des Kreisverbandes wurde Robert Zion, der 70% der Stimmen auf sich vereinigen konnte. (Siehe Bild rechts) Sein Amtsvorgänger Wolfgang Küppers trat nicht erneut als Sprecher an, sondern bot den Posten Robert Zion an, was im Vorfeld der Wahl zu einiger Medienberichterstattung und Diskussion geführt hatte. Wolfgang Küppers blieb dem Vorstandsteam jedoch als Schriftführer (83,9%) erhalten. Weiterhin im Vorstand blieben Patrick Jedamzik als Kreiskassierer (93,5%), sowie Paul Humann (86,2%) und Dennis Melerski (89,7%). Anna Dannert hingegen ist verzogen und hat sich deshalb aus dem Vorstand zurückgezogen. Neue Vorstandsmitglieder sind Susanne Helmke (96,6%) und Christiana Henke (93,1%), die als Neumitglieder den Vorstand als Beisitzer ergänzen.
Die Wahlergebnisse im einzelnen:
- Irene Mihalic ist bei 29 abgegebenen mit 28 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung (96,6 %) zur Sprecherin gewählt worden.
- Robert Zion ist bei 30 abgegebenen Stimmen mit 21 Ja-, 7 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen (70 %) zum Sprecher gewählt worden.
- Patrick Jedamzik ist bei 31 abgegebenen Stimmen mit 29 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen (93,5 %) zum Kreiskassierer gewählt worden.
- Wolfgang Küppers ist bei 31 abgegebenen Stimmen mit 26 Ja-Stimmen und 5 Nein-Stimmen (83,9 %) zum Schriftführer gewählt worden.
Beisitzerinnen und Beisitzer des neuen Vorstandes sind:
- Susanne Helmke (28 Ja-Stimmen, 1 Enth = 9risti6,6 %)
- Christiana Henke (27 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen= 93,1 %)
- Paul Humann (25 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen= 86,2 %)
- Dennis Melerski (26 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung= 89,7 %)
Neuer Vorstand von links nach rechts: Christiana Henke, Wolfgang Küppers, Robert Zion, Irene Mihalic, Patrick Jedamzik, Susanne Helmke, Dennis Melerski (nicht im Bild: Paul Humann)
- bei einer Enthaltung [↩]
Grüner Infostand bei der 1. Mai-Kundgebung
Infostand mit Wolfgang Küppers, Dennis Bartel und Jürgen Pastowski.
An der Mai-Kundgebung des DGB 2008 waren wir auch wieder wie im letzen Jahr mit einem kleinen Infostand am Start. Mit Dennis und Jürgen um mich herum wollte ich über die Beschlüsse der Grünen zum Mindestlohn, zur Grünen Grundsicherung und gegen Alterarmut informieren.
Zwar haben wir kaum Material verteilt, aber die Grünen mit einem Stand bei der DGB-Kundgebung ist ein Signal an sich, dass sehr wohl wargenommen wurde.
Viele bekannte Grüne mit beim Demonstrationszug dabei, z. B. Bernd Matzkowski, Ulla Schlauch und Manni Beck, um nur Einige zu nennen. Einen besonderen Dank an Dennis, der tatsächlich mit einer grünen Fahne im Zug dabei war.
Das lässt mich darauf schließen, dass die Mai-Kundgebung am Tag der Arbeit bei den Grünen eine weitaus tiefere Verhaftung hat als allgemein angenommen wird.
Leider habe ich vom Stand aus nichts von den Reden mitbekommen. Aber das zentrale Thema ist der Mindestlohn. Auch wenn wir in unseren Debeatten schon darüber hinaus sind, ist es dennoch wichtig, sich bei diesem Anlass zu zeigen. Damit dokumentieren wir, dass wir auch in der Sozialpolitik etwas unmittelbar für die Leute bewirken wollen.
Ich denke, dass wir uns im nächsten Jahr etwas mehr Zeit für die Vorbereitung des Infostandes an der Mai-Kundgebung nehmen können und uns dafür zumindest etwas leichter verständliches Infomaterial besorgen – damit der Kern unserer Konzepte gleich ins Auge springt und besser überzeugt.
